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10 Tipps zur Suchmaschinenoptimierung für PDFs

Viele Seitenbetreiber stellen auf ihrer Webseite PDFs zur Verfügung, zum Beispiel wenn es um Anleitungen, wissenschaftliche Artikel, Bücher oder andere Informationen, bei denen es sich lohnt diese lokal abzuspeichern oder auszudrucken, geht.

Mit plattformunabhängigen PDF-Dokumenten (Portable Document Format) können Text- und Bilddateien in hoher Qualität erstellt werden, ohne Konvertierungsprobleme, wie z.B. ein veränderter Seitenumbruch. PDF-Dateien können neben Texten und Bildern unter anderem auch anklickbare Inhaltsverzeichnisse und Seitenvorschauen enthalten und werden aus diesem Grund und dank des hoch-kompatiblen Formats oft für Bücher oder wissenschaftliche Abhandlungen genutzt.

PDFs finden sich auch in den Google-Suchergebnissen wieder, werden in der Suchmaschinenoptimierung aber oft unterschätzt und vernachlässigt. Dabei haben auch PDFs einen Einfluss auf Ihr Google-Ranking, einige Online-Marketer vermuten sogar, dass Google PDFs besser bewertet, als normale Inhalte, da diese mit einem höheren Arbeitsaufwand verbunden sind, wie z.B. wissenschaftliche Artikel. Matt Cutts gab folgendes Statement dazu:

Sind PDFs auf Ihrer Webseite sinnvoll?

PDFs können unter Umständen viel relevanten Traffic auf Ihre Seite locken, allerdings sind normale HTML-Dokumente, also normale Webseiten, aus SEO-Sicht besser. Der große Nachteil bei PDFs ist, dass dadurch die Navigation für den Nutzer nicht mehr sichtbar ist und dieser nicht direkt auf weitere Unterseiten gelangt. Klickt ein Nutzer in den Suchergebnissen auf eine PDF, sieht er die eigentliche Webseite unter Umständen nie und wenn er nicht auf die URL achtet, weiß er ggf. garnicht welche Seite die Inhalte zur Verfügung stellt.

Ein Vorteil von PDFs ist dagegen die Nutzerfreundlichkeit, wenn es um das Abspeichern oder Ausdrucken von Dokumenten geht. Dabei kann es sich zum Beispiel um Gebrauchsanweisungen, Anfahrtsbeschreibungen oder Formulare zum Ausfüllen handeln, die die Nutzer später verwenden möchten.

Sie sollten allerdings nicht den Fehler machen und nun die gleichen Inhalte sowohl im HTML-Format, als auch als PDF anbieten. Der Googlebot crawlt PDFs genauso wie den Rest Ihrer Webseite, somit besteht auch hier die Gefahr eines schlechteren Rankings durch Duplicate Content. Überlegen Sie sich also genau, welche Inhalte Ihrer Webseite Sie als PDF bereitstellen möchten. Ebenso sollten Sie extrem viele PDFs auf Ihrer Webseite vermeiden, weil diese von Google als automatisch generierten Content, also Spam, gewertet werden könnten und Ihre Seite folglich von Google abgestraft wird.

Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Ihre PDF-Dateien nicht verschlüsselt sind oder passwortgeschützt, da Google sie sonst nicht indexiert. Welche PDF-Dateien Google indexiert hat, lässt sich mit dem Suchbefehlt „site:beispieldomain.de filetype:pdf“ herausfinden.

So geht’s: Unsere 10 SEO-Tipps für PDFs

Keywords

Die Suchmaschinenoptimierung für PDFs ähnelt in vielen Dingen der für die normalen HTML-Seiten Ihrer Webseite. Dementsprechend ist auch hier die Verwendung von relevanten Keywords ein wichtiges Kriterium für Google. Diese sollten im Titel des Dokuments sowie in den Überschriften und im gesamten Text enthalten sein. Aber Achtung vor Keyword-Stuffing – der Text sollte nichtsdestotrotz natürlich und gut lesbar sein.

Text

Sie sollten es Google so einfach wie möglich machen Ihre PDF zu lesen. Google ist mit Hilfe von OCR-Algorithmen (Optical Character Recognition) zwar in der Lage als Bild eingebetteten Text zu lesen, jedoch kann man davon ausgehen, dass Google diesen schlechter wertet, als Texte die kopierbar sind und sich in ein normales Textdokument übertragen lassen.

Überschriften

Auch bei PDFs ist eine sinnvolle Struktur des Textes wichtig. Die Textstruktur hilft dem Webcrawler den Textinhalt zu interpretieren und einzuordnen, daher sollten Sie auch hier Ihre Keywords beachten.

Meta-Angaben

Auch PDFs haben Meta-Daten, diese entsprechen allerdings nicht direkt den Meta-Daten einer HTML-Seite. Allerdings sollten diese trotzdem gepflegt werden, da Google auch diese Informationen liest und nutzt. Diese Meta-Eigenschaften können Sie über die Tastenkombination Strg + D bearbeiten und Angaben wie Titel, Autor, Thema und Stichwörter ergänzen.
Bei dem Thema können Sie den Inhalt Ihrer PDF kurz zusammenfassen, dieser Text wird allerdings nicht zwingend von Google als Snippet in den Suchergebnissen genutzt. Google zieht sich die Meta Description unter Umständen aus dem Anfang der ersten Seite des Dokuments, ist dort zu wenig Inhalt, werden Textauszüge vom Beginn der zweiten Seite genommen. Die Stichwörter können genutzt werden, Ihnen wird aber ähnlich wie den Meta-Keywords keine hohe Bedeutung beigemessen.

Dateiname

Auch der Dateiname wird in den Suchergebnissen angezeigt und sollte wie jede URL zum Inhalt passen. Idealerweise beinhaltet der Dateiname also den Titel, ggf. in gekürzter Form, und sollte keine automatisch generierten Parameter, sowie keine Umlaute, Leerzeichen oder Unterstriche enthalten.

Titel

Welchen Titel Google in den Suchergebnissen anzeigt ist bei PDFs nicht ganz so eindeutig, wie bei den normalen HTML-Seiten. Zur Bestimmung des Titels werden in der Regel sowohl der Meta-Tag Titel des PDF-Dokuments sowie der Anchor Text (Linktext), über den die PDF-Datei verlinkt ist, herangezogen. Der Meta-Tag Titel bei PDFs wird allerdings nicht so stark gewertet wie die HTML Meta-Title, was wahrscheinlich daran liegt, dass Google weiß, dass viele die PDF-Metatags nicht pflegen. Unterstützend wirkt natürlich auch noch die Überschrift innerhalb des Dokuments, daher sollte der Titel im besten Fall mit dieser übereinstimmen. Zu beachten ist außerdem, dass der Titel nicht zu lang ist, da er sonst in den Suchergebnissen abgeschnitten wird.

Dateigröße

Versuchen Sie die Dateigröße so gering wie möglich zu halten, indem Sie zum Beispiel keine hochauflösenden Bilder verwenden. Dies verlangsamt die Lade- und Downloadzeit unnötig und ist somit auch nicht besonders nutzerfreundlich. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, Dokumente mit vielen Kapiteln aufzuteilen.

Bilder

Natürlich sind auch Bilder in PDFs gerne gesehen, allerdings sollte man damit die Dateigröße nicht unnötig aufblasen. Im Idealfall setzen Sie kleine Bilder nur an sinnvollen Stellen ein. Google kann keine Bilder lesen und Tabellen in denen nur Zahlen enthalten sind nicht interpretieren, nutzen Sie deshalb sowohl bei Bildern, als auch bei Tabellen immer aussagekräftige Bildunterschriften, um Google den Inhalt zu erklären.

Interne und externe Verlinkung

Auch in PDFs können sowohl externe, als auch interne Links gesetzt werden und sollten dementsprechend auch genutzt werden, da Google diese ähnlich wertet wie Links in HTML-Dateien. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass die Links nicht als „nofollow“ gesetzt werden können. Es ist empfehlenswert mindestens einen Link zu Ihrer Startseite in der Fußzeile zu setzen, damit auch Nutzer die direkt aus den Suchergebnissen auf die PDF gelangt sind, auf Ihre Webseite kommen und sich hoffentlich weitere Inhalte anschauen.

Linkbuilding macht auch bei PDFs Sinn und diese sind unter Umständen sogar von Vorteil: PDFs wie Whitepaper oder Checklisten werden häufig lieber als normale Seiten von Bloggern verlinkt, da diese meist hochwertiger wirken und einen höheren Mehrwert vermitteln.

Canonical Tag

Sollten Sie in einer PDF-Datei doch die gleichen Inhalte wie auf Ihrer Webseite bereitstellen, empfiehlt sich der Einsatz des rel=“canonical“-Tags. Dieses wird bei normalen Seiten eingesetzt, um Duplicate Content zu vermeiden, wenn Sie Seiten mit gleichem oder sehr ähnlichen Inhalt haben. Das Canonical Tag verweist dann auf das „Original“ und zeigt Google damit, welche Seite für die Ausspielung in den Suchergebnissen genutzt werden soll. Bei PDFs ist es allerdings etwas umständlicher dieses Canonical Tag einzusetzen, da dafür der Server konfiguriert werden muss.

Wichtig ist das Canonical Tag bei PDFs in der Regel aber erst wirklich bei sehr großen Webseiten mit vielen Dokumenten die Duplicate Content aufweisen. Wer dem Googlebot beim Crawlen trotzdem eine Hilfestellung geben möchte, kann einfach in der XML-Sitemap entweder die Seite oder die entsprechende PDF-Datei angeben, also nur eins von beidem.

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