Google Ads: Künftig automatisch zur „Maximale Performance“ Kampagne.

„Öfter mal etwas Neues“ – wer als Werbetreibende:r viel mit Google Ads arbeitet, wird gelernt haben, dieses Motto liebzugewinnen. Regelmäßig, manche würden gar von ständig sprechen, gibt es Neuerungen und Veränderungen. Ab Juli folgt eine weitere: Die Kampagnenformate der smarten Shopping-Kampagnen und lokalen Kampagnen werden zu solchen für „maximale Performance“. Die Umstellung erfolgt zwar automatisch, aber trotzdem gibt es einiges zu beachten.

Was bedeutet die Änderung der Google Ads Kampagnen?

Google Ads hat die Nutzer:innen informiert, dass die Änderungen zwischen Juli und September umgesetzt werden. Konkret bedeutet das, dass alle smarten Shopping-Kampagnen, die den Status „aktiviert“ oder „pausiert“, bzw. ein festgelegtes Enddatum in der Zukunft haben, in den Kampagnentyp „Maximale Performance“ umgewandelt werden – der entsprechende Status wird dabei übernommen. Klassische smarte Shopping-Kampagnen gibt es damit nicht länger. Die vorhandenen werden entfernt, was auch im Status ersichtlich ist, und neue können nicht mehr erstellt werden. Jedoch sind die zugehörigen Statistiken zur Performance weiterhin einsehbar. Die Kampagnen mit dem Ziel einer maximalen Performance sind als Erweiterung zu keywordbasierten Suchkampagnen gedacht.

Wie werde ich über die Kampagnen für „Maximale Performance“ informiert?

Wie bereits erwähnt, erfolgt die Umwandlung der Kampagnen für Suchmaschinenwerbung automatisch – aber Sie haben seit April die Gelegenheit, Google zuvorzukommen und die Transformation Ihrer lokalen Kampagne selbst durchzuführen. Für smarte Shopping-Kampagnen ist das seit Juni möglich. Es erfordert nur einen Klick. Ihnen wurde wahrscheinlich schon per Mail mitgeteilt, dass Sie die Möglichkeit einer Umstellung haben. Eine weitere wird folgen, wenn die Änderungen vorgenommen wurden.

Für Sie besonders wichtig: Bei der Umwandlung werden sämtliche Kampagneneinstellungen beibehalten, sodass Sie sich darum keine weiteren Gedanken machen müssen. Dazu zählen:

  • Zielvorhaben
  • Budget
  • Gebotsstrategie
  • Creative-Assets und
  • produktbezogene Ausrichtung

Was ist neu an den Google Ads „Maximale Performance“-Kampagnen?

Auch die Kampagnen für „maximale Performance“ arbeiten mit einer Künstlichen Intelligenz. Das bedeutet, dass sie sich aufgrund neuer Daten und der zugehörigen Erfahrungswerte eigenständig weiterentwickeln und dem Kampagnenziel entsprechend anpassen. Den bestehenden Faktoren können Sie zudem Zielgruppensignale hinzufügen, um das System schneller zu optimieren. In dem vorhandenen Inventar empfiehlt es sich nun umso mehr, Werbemittel wie Texte, Bilder und Videos zu hinterlegen. Der neue Kampagnentyp kann diese für Assets bei der Anzeigenschaltung verwenden – beispielsweise für Videos. Die maximal performenden Kampagnen berücksichtigen dabei anhand eines Algorithmus, welches Werbeformat sich am besten für das festgelegte Ziel eignet, setzen dieses um sowie kanalübergreifend ein. Die Anzeigen können über

  • das Display- und Suchnetzwerk,
  • in Discover,
  • auf YouTube,
  • in Gmail
  • sowie auf Google Maps

ausgespielt werden.

Grundsätzlich ist der Google Ads Kampagnentyp „Maximale Performance“ in seinen Funktionen mit den Vorgänger-Varianten der smarten Shopping-Kampagnen sowie den lokalen Kampagnen vergleichbar. Neu sind hingegen zahlreiche Funktionen und umfangreichere Inventare, die Werbetreibenden den Prozess vereinfachen sollen.

Was sind die besonderen Vorteile der Google Ads-Neuerung?

Das neue Inventar hat das Ziel, Ads noch passgenauer auszuspielen. Dass insgesamt weniger Statistiken und aufbereitete Analysewerte als zuvor einsehbar sind, zählt zu den weiteren Neuerungen. Mit dem neuen Kampagnenformat sehen Sie in Echtzeit, welche Creatives sich wie auswirken – und können passend reagieren. Die Gewinnung von Neukund:innen soll vereinfacht werden. Beim Wechsel zur „maximalen Performance“ können Sie sich voraussichtlich auf verbesserte Conversion-Werte freuen: Laut Google liegt dieser im Durchschnitt bei einem Zuwachs von rund 12 %! Und das, während sich der Return on Advertising Spend (ROAS) ebenso verbessert oder mindestens gleichbleibt. Ob sich diese beeindruckenden Werte auch in der Praxis erzielen lassen, bleibt jedoch abzuwarten. Die Handhabung bleibt dennoch gewohnt einfach, sodass Sie schnell ein Gefühl für die Einstellungen bekommen und künftig bei der Kampagnenerstellung von einer Zeitersparnis profitieren. Sie legen bequem ein Vorhaben fest und Google übernimmt den Rest – in automatisierten Abläufen.

Gibt es Anwendungsfälle oder Optionen, die (noch) nicht möglich sind?

Die gibt es. Beispiele für noch nicht funktionierende Varianten und Einstellungen sind folgende:

  • Keine Möglichkeit zur Auswahl der Werbekanäle – das System „entschließt“ selbst, wo Anzeigen ausgespielt werden. Dabei zielt es stets auf die bestmögliche Performance ab. Dennoch kann es für Werbetreibende ein erheblicher Nachteil sein.
  • Das Kampagnenziel einer App-Installation
  • Das Zielvorhaben einer Steigerung von Bekanntheit und Kaufbereitschaft
  • Inventar für Hotelkampagnen
  • Suchanzeigen, die speziell auf Keywords ausgerichtet sind

Fazit: Neue Möglichkeiten, die genutzt werden wollen!

Mit dem neuen Google Ads Kampagnentyp „Maximale Performance“ entstehen an vielen Stellen neue Potenziale. Auch wenn die Kampagne anhand von Künstlicher Intelligenz „selbstlernend“ ist, lässt sich mit der entsprechenden Unterstützung – in Form von gelieferten Daten sowie Audience-Signals – noch mehr herausholen. Wenn Sie als Werbetreibende Fragen haben oder sich eine optimale Einrichtung der Maximalen Performance zum Erreichen Ihrer Marketingziele wünschen, sprechen Sie uns einfach an. Unsere SEA-Expert:innen helfen Ihnen gerne weiter!

Daniel Trautmann
Online-Marketing-Manager / SEA

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