Veröffentlicht am 21. Oktober 2021
Sarah Franz
Online-Marketing

B2B-Funktion: Abrufaufträge und Rahmenverträge

Ein B2B-Shop steht vor vielen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Denn auch im geschäftlichen Bereich erwarten Kund:innen Schnelligkeit und einen bequem ausführbaren Bestellprozess. Das private Kaufverhalten spiegelt sich zunehmend in den Anforderungen, denen sich die Handelsbeziehungen zwischen mehreren Unternehmen stellen müssen: die Identifikation der Zielgruppe, die Ansprache und Gewinnung von Geschäftskund:innen und schließlich der reibungslose Abschluss durch den Verkauf. Mit Abrufaufträgen bzw. Rahmenverträgen werden wichtige Vereinbarungen getroffen, die diese Prozesse vereinfachen.

Was sind Abrufaufträge und wann eignen sich Rahmenverträge im B2B-Bereich? In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, welche Vorteile diese B2B-Funktionen für Ihren Online-Shop bieten.

Rahmenverträge und Abrufaufträge: alles auf Abruf

Große Mengen einkaufen, günstige Einkaufskonditionen erhalten, steigenden Preisen vorbeugen oder planbare Lagermengen sicherstellen – das alles schaffen Abrufaufträge. Wichtige Absprachen werden mit den verschiedenen Lieferanten im Rahmenvertrag vereinbart. Ein Abrufauftrag ist eine mengenorientierte variable Vereinbarung zwischen zwei Geschäftspartnern. Dabei legt eine Partei den definierten Vorlauf fest, wann Lieferungen stattfinden, und um welche Abnahmemengen sowie -zeitpunkte es sich handelt. Die Überwachung der vereinbarten Abnahmekontingente wird mit diesem Schritt deutlich vereinfacht.

Durch diese vertragliche Regelung werden also Gesamtmengen und Preis für einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Der genaue Lieferzeitpunkt wird jedoch durch den Disponenten bestimmt. Welchen Vorteil hat das? Durch diesen Direktabruf wird der Einkauf nur gelegentlich tätig, die Belieferung wird auf dem kleinen Dienstweg durch die Disponenten erledigt. Das spart erhebliche Abwicklungskosten. Die Lieferung erfolgt daher nicht sofort, sondern – wie der Name es bereits andeutet – auf Abruf.

B2B erfordert klare Rahmenbedingungen

Der grundlegende Unterschied zwischen den Geschäftsbeziehungen im B2B- bzw. B2C-Bereich liegt im Vertriebsweg. Denn im B2B steht der persönliche Kontakt im Vordergrund. Aber warum ist das so wichtig? Im Vergleich zum Vertrieb über B2C-Shops geht es in der Regel um hohe Summen für Produkte oder Dienstleistungen. Hier sind Individuallösungen gefragt!

Die Lösungen müssen

  • profitabel sein,
  • eine hohe Effizienz aufweisen und
  • das Investitionsrisiko beachten und senken.

Diese Faktoren sorgen dafür, dass der Vertrieb im B2B vom ersten Kontaktgespräch über die Spezifizierung der Anforderungen und Vertragsverhandlungen bis hin zum Abschluss besonders kleinschrittig erfolgt. Ein Rahmenvertrag hält die ausgehandelten Konditionen fest und regelt wichtige Bestellprozesse bequem im Hintergrund.

Win-Win: Rahmenverträge und Abrufaufträge

Rahmenverträge und Abrufaufträge sorgen für angenehme Planungssicherheit bei Lieferanten. Der Einkauf ist dank langfristig günstigerer Konditionen gesichert – Rabatte, Haftungs-, Gewährleistungs- und Verzugsfragen werden im Rahmenvertrag festgehalten. Die längerfristigen Lieferbeziehungen bedeuten aber auch auf Seiten des Anbieters Sicherheit.

Ein sinkender Verhandlungsaufwand, Vorausschau in der Produktionsplanung, weniger Bestellaufwand, Kostentransparenz sowie sinkende Prozesskosten sind die Vorteile dieser B2B-Funktionen. Damit bieten Sie Ihren Kund:innen attraktive Konditionen und pflegen die Beziehungen über längere Zeiträume. Haben Sie noch Fragen? Gerne beraten wir Sie zu Ihrem B2B-Konzept.





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