Vergleich OXID oder Spryker: Welches B2B-System gewinnt 2026 den Kampf um den deutschen Mittelstand?

Im anspruchsvollen Umfeld des deutschen B2B-E-Commerce stehen Unternehmen vor einer kritischen Wahl: Setzen sie auf eine bewährte, stabile und im Markt etablierte Plattform oder wagen sie den Sprung zu einer hochmodernen, aber auch komplexeren Composable-Commerce-Lösung? Dieser strategische Scheideweg wird nirgends deutlicher als im direkten Vergleich zwischen dem OXID eShop und dem Spryker Commerce OS. Beide Systeme zielen auf den Enterprise-Sektor und den gehobenen Mittelstand ab, verfolgen dabei aber fundamental unterschiedliche Philosophien.

pro contra oxid oder spryker

Der OXID eShop, eine feste Größe in der deutschen E-Commerce-Landschaft, steht für Stabilität, eine umfassende native B2B-Funktionalität und eine transparente Kostenstruktur. Er ist die praxiserprobte Lösung für Unternehmen, die eine zuverlässige, sichere und effiziente Plattform für komplexe Geschäftsprozesse suchen. Demgegenüber positioniert sich Spryker als der technologische Vorreiter. Mit seiner Cloud-nativen, API-first-Architektur und dem konsequenten Composable-Ansatz verspricht Spryker maximale Flexibilität und Zukunftssicherheit. Doch diese Modernität hat ihren Preis – sowohl in Form von hohen Lizenzkosten als auch in einer deutlich höheren Komplexität bei der Implementierung und im Betrieb. Dieser holistische Vergleich analysiert, welches System die bessere Wahl für den deutschen Mittelstand im Jahr 2026 ist. Wir beleuchten die entscheidenden Faktoren: B2B-Funktionen, Skalierbarkeit, Architektur, Praxistauglichkeit und die entscheidende Frage der Total Cost of Ownership (TCO).

Was ist OXID eShop? Die bewährte Enterprise-Lösung für den B2B-Handel

Der OXID eShop, entwickelt von der Freiburger OXID eSales AG, ist seit über 20 Jahren eine feste Größe im deutschen E-Commerce. Die Plattform hat sich einen exzellenten Ruf als robuste, sichere und hochgradig anpassbare Lösung für den anspruchsvollen Mittelstand und Enterprise-Kunden erarbeitet. Im Gegensatz zu vielen internationalen Systemen wurde OXID von Grund auf für die spezifischen Anforderungen des deutschsprachigen Marktes entwickelt, was sich in einer hohen Rechtssicherheit und tiefen Integrationen in die lokale Unternehmenslandschaft widerspiegelt.

Die Stärke von OXID liegt in seiner ausgereiften Architektur und dem umfassenden Set an nativen B2B-Funktionen. Die kommerziellen Editionen, insbesondere die Enterprise B2B Edition, bieten out-of-the-box alles, was für komplexe Geschäftskundenprozesse benötigt wird: von detaillierten Rollen- und Rechteverwaltungen über kundenspezifische Preislisten bis hin zu komplexen Genehmigungsworkflows. Dieser native Ansatz garantiert Stabilität, Performance und Update-Sicherheit – ein entscheidender Vorteil gegenüber Systemen, bei denen solche kritischen Funktionen über externe Plugins nachgerüstet werden müssen. Unternehmen wie ETERNA, Würth oder das Mercedes-Benz Gebrauchtteile Center vertrauen auf OXID, weil es eine verlässliche und wirtschaftliche Basis für ihr digitales Kerngeschäft bietet.

Was ist Spryker? Der moderne Herausforderer mit Composable-Architektur

Spryker wurde 2014 in Berlin mit der Vision gegründet, eine radikal moderne und flexible E-Commerce-Plattform für eine Welt nach dem traditionellen Onlineshop zu schaffen. Das Ergebnis ist das Spryker Commerce OS, eine Platform-as-a-Service (PaaS), die auf den Prinzipien des Composable Commerce basiert. Anstelle einer monolithischen Software bietet Spryker einen Baukasten aus entkoppelten E-Commerce-Funktionen, sogenannten „Packaged Business Capabilities“ (PBCs). Dieser API-first-Ansatz ermöglicht es Unternehmen, hochindividuelle und flexible Anwendungen zu erstellen, die weit über klassische Onlineshops hinausgehen – von IoT-Anwendungen über Marktplätze bis hin zu komplexen B2B-Portalen.

Die technische Architektur von Spryker ist konsequent auf Skalierbarkeit und Performance ausgelegt. Durch die Trennung von Frontend (Yves) und Backend (Zed) und den Einsatz moderner Technologien wie Symfony, Redis und Elasticsearch ist das System für höchste Lasten und komplexe Szenarien gerüstet. Diese technologische Überlegenheit hat Spryker zu einem Favoriten für große, digital reife Unternehmen mit hohen IT-Ressourcen gemacht, darunter namhafte Kunden wie ALDI SÜD, Hilti und Toyota. Die Kehrseite dieser Flexibilität ist jedoch eine hohe Komplexität und eine steile Lernkurve. Die Implementierung und der Betrieb von Spryker erfordern spezialisierte Entwicklerteams und sind mit erheblichen Lizenz- und Projektkosten verbunden, was es für viele mittelständische Unternehmen zu einer großen Hürde macht.

OXID vs. Spryker: Der direkte Systemvergleich

Die folgende Tabelle stellt die zentralen Eigenschaften und Unterschiede der beiden Enterprise-Systeme gegenüber. Sie dient als Grundlage für die detaillierte Analyse der einzelnen Aspekte in den nachfolgenden Kapiteln.

Kriterium OXID eShop Spryker Commerce OS
Architektur Modulare, aber monolithische Architektur Headless, API-first, Composable Commerce (PBCs)
Lizenzmodell Kommerzielle Lizenz (Professional/Enterprise), Open Source Kern PaaS-Abonnement, hohe Lizenzgebühren
Technologie PHP, Symfony, MySQL/MariaDB PHP, Symfony, Redis, Elasticsearch, PostgreSQL
Zielgruppe Gehobener Mittelstand, Enterprise, starker Fokus auf B2B Großunternehmen, Konzerne, digital reife Unternehmen
B2B-Funktionen Umfassend und nativ in der Enterprise B2B Edition Sehr umfassend, als flexible „Capabilities“ verfügbar
Skalierbarkeit Hoch, für Enterprise-Anforderungen ausgelegt Extrem hoch, durch Cloud-native Architektur und Microservices-Ansatz
Erweiterbarkeit Gezielte Erweiterung über modulare Architektur und Partner-Module Maximale Flexibilität durch Composable-Ansatz und App Composition Platform
Implementierung Standardisierter, planbarer Prozess mit Partneragenturen Sehr komplex, erfordert hochqualifizierte Entwicklerteams
Kosten (TCO) Transparent, planbar, im Enterprise-Vergleich wirtschaftlich Sehr hoch, hohe Lizenz- und Implementierungskosten
Support Professioneller Hersteller-Support und großes deutsches Partnernetzwerk Hersteller-Support, Partnernetzwerk im Aufbau

Architektur: Monolithische Stabilität vs. Composable Flexibilität

Die Systemarchitektur ist das Fundament jeder E-Commerce-Plattform und bestimmt maßgeblich über Flexibilität, Skalierbarkeit und Wartbarkeit. Hier liegen die größten konzeptionellen Unterschiede zwischen OXID und Spryker.

OXID eShop: Der optimierte Monolith

OXID eShop folgt dem Ansatz eines modularen Monolithen. Das bedeutet, es gibt ein zentrales Kernsystem, das alle grundlegenden E-Commerce-Funktionen bereitstellt. Dieses System ist zwar in sich geschlossen, aber durch eine saubere, modulare Struktur und definierte Schnittstellen sehr gut erweiterbar. Der Vorteil dieses Ansatzes liegt in der Stabilität und der geringeren Komplexität. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und getestet, was die Implementierung und Wartung vereinfacht und die Kosten planbar macht. Für die meisten B2B-Anforderungen, selbst im komplexen Maschinenbau, bietet diese Architektur eine mehr als ausreichende Flexibilität und eine solide, performante Basis. Die Modernisierung durch die Integration des Symfony-Frameworks zeigt zudem, dass OXID technologisch keineswegs stillsteht, sondern auf eine evolutionäre Weiterentwicklung setzt.

Spryker: Die radikale Entkopplung

Spryker bricht radikal mit dem monolithischen Ansatz. Als Composable-Commerce-Plattform besteht es aus über 900 entkoppelten Modulen (Packaged Business Capabilities), die über APIs miteinander kommunizieren. Diese Microservices-ähnliche Architektur ermöglicht eine beispiellose Flexibilität. Unternehmen können sich ihre E-Commerce-Lösung wie aus einem Baukasten zusammenstellen und sind nicht an die Vorgaben eines starren Systems gebunden. Der API-first- und Headless-Ansatz erlaubt die Anbindung beliebiger Frontends – von klassischen Webshops über mobile Apps bis hin zu Voice-Commerce-Anwendungen. Diese technologische Freiheit ist beeindruckend, führt aber zu einer enormen Komplexität. Die Orchestrierung der vielen einzelnen Services, das Management der Schnittstellen und die Gewährleistung der Gesamtperformance erfordern ein hochspezialisiertes Entwicklerteam und einen erheblichen Mehraufwand in der Projektsteuerung. Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist dieser Grad an Komplexität weder notwendig noch wirtschaftlich darstellbar.

B2B-Funktionen: Nativer Standard vs. granularer Baukasten

Im B2B-Commerce sind die Anforderungen an die Funktionalität ungleich höher als im B2C. Beide Systeme gelten als B2B-Spezialisten, doch ihr Ansatz unterscheidet sich grundlegend.

OXID eShop: Das umfassende B2B-Komplettpaket

Die OXID Enterprise B2B Edition ist ein schlüsselfertiges Produkt, das speziell für die Bedürfnisse des Geschäftskundenhandels entwickelt wurde. Es liefert ein umfassendes Set an nativen Funktionen, die sofort einsatzbereit sind. Dazu gehören unter anderem:

  • Umfassende Rechte- und Rollenverwaltung für komplexe Firmenstrukturen
  • Kundenspezifische Preislisten und Rabattierungen
  • Budgetverwaltung und Genehmigungsworkflows
  • Schnellbestellfunktionen und Sammelbestellungen
  • Umfangreiche Marktplatz– und Mandantenfähigkeit

Der entscheidende Vorteil: Diese Funktionen sind Teil des Kernsystems. Sie sind stabil, performant und update-sicher. Für 95% aller B2B-Anwendungsfälle im deutschen Mittelstand bietet OXID damit eine Lösung, die schnell implementiert werden kann und zuverlässig funktioniert.

Spryker: Der granulare B2B-Baukasten

Spryker bietet ebenfalls ein extrem leistungsfähiges Set an B2B-Funktionen. Der Unterschied liegt in der Bereitstellung: Die Features sind als einzelne „Capabilities“ verfügbar, die je nach Bedarf zum System hinzugefügt werden. Dies ermöglicht eine sehr granulare und individuelle Zusammenstellung der Funktionalitäten. So können beispielsweise komplexe CPQ-Prozesse (Configure, Price, Quote) oder branchenspezifische Bestelllogiken abgebildet werden. Auch der Aufbau von B2B-Marktplätzen ist eine der Kernkompetenzen von Spryker. Diese Granularität bietet zwar eine hohe Flexibilität, bedeutet aber auch, dass selbst Standard-B2B-Funktionen erst konfiguriert und zu einer funktionierenden Gesamtlösung zusammengesetzt werden müssen. Dies erhöht den Implementierungsaufwand und die Kosten im Vergleich zum nativen Ansatz von OXID erheblich.

Skalierbarkeit und Performance: Cloud-nativ vs. praxiserprobt

Die Fähigkeit, mit wachsendem Traffic und steigenden Datenmengen umzugehen, ist für jedes Enterprise-System ein Muss. Beide Plattformen sind für hohe Lasten ausgelegt, nutzen dafür aber unterschiedliche technologische Ansätze.

Spryker: Theoretisch unendliche Skalierbarkeit

Die Cloud-native Architektur von Spryker ist theoretisch unendlich skalierbar. Durch die Trennung von Frontend und Backend und die lose gekoppelten Services kann jede Komponente des Systems unabhängig von den anderen skaliert werden. Lastspitzen können durch das automatische Hinzufügen von Ressourcen in der Cloud (horizontale Skalierung) abgefangen werden. Dies macht Spryker zur idealen Lösung für global agierende Konzerne mit extrem hohen und volatilen Zugriffszahlen. Diese theoretische Skalierbarkeit muss jedoch in der Praxis durch ein aufwändiges DevOps-Management und eine komplexe Infrastruktur-Orchestrierung erst realisiert werden.

OXID eShop: Praxiserprobte Enterprise-Performance

Auch der OXID eShop ist für hohe Lasten und große Datenmengen konzipiert und bewährt sich seit Jahren in anspruchsvollen Enterprise-Umgebungen. Die Enterprise Edition kann in performanten Cluster-Umgebungen betrieben werden, um eine hohe Verfügbarkeit und Lastverteilung zu gewährleisten. Durch gezielte Optimierungen, den Einsatz von Caching-Technologien wie Varnish und eine leistungsstarke Hosting-Infrastruktur erreicht OXID eine Performance, die für die allermeisten Anwendungsfälle im Mittelstand mehr als ausreichend ist. Der Vorteil liegt in der einfacheren und kostengünstigeren Infrastruktur. Anstatt einer komplexen Microservices-Landschaft wird ein bewährtes und gut verstandenes System skaliert, was die Betriebskosten und die Abhängigkeit von hochspezialisierten DevOps-Experten reduziert.

Brancheneignung: Wo OXID und Spryker ihre Stärken ausspielen

Ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl eines Shopsystems ist die Frage, wie gut es die spezifischen Anforderungen der eigenen Branche abbilden kann. Beide Systeme haben hier klare Schwerpunkte.

OXID eShop: Der Spezialist für den deutschen Mittelstand

OXID hat sich über zwei Jahrzehnte hinweg eine tiefe Verwurzelung in den Kernbranchen des deutschen Mittelstands erarbeitet. Die Plattform ist besonders stark in Branchen, die komplexe B2B-Prozesse, hohe Produktvielfalt und tiefe ERP-Integrationen erfordern. Dazu zählen insbesondere der Maschinenbau und die Automatisierungstechnik, der technische Großhandel und Ersatzteilhandel, die Pharma- und Medizintechnik, die Lebensmittelbranche sowie der Arbeitsschutz und die SHK-Branche. In diesen Branchen existieren erprobte Best Practices, bewährte Integrationsszenarien und ein tiefes Verständnis für die spezifischen Anforderungen – sowohl seitens OXID als auch seitens des Partnernetzwerks.

Spryker: Der Favorit für globale Konzerne

Spryker positioniert sich stärker im Segment der global agierenden Konzerne und Unternehmen mit hochkomplexen, oft über den klassischen E-Commerce hinausgehenden Geschäftsmodellen. Referenzkunden wie ALDI SÜD (Retail), Hilti (Industriegüter), METRO (Großhandel) und Toyota (Automotive) zeigen, dass Spryker vor allem dort seine Stärken ausspielt, wo Unternehmen über große eigene IT-Abteilungen verfügen und hochindividuelle, oft international ausgerollte Plattformen benötigen. Für den typischen deutschen Mittelständler mit 50 bis 5.000 Mitarbeitern ist dieses Profil jedoch überdimensioniert.

Internationalisierung und Multi-Shop-Fähigkeiten

Für wachsende Unternehmen ist die Fähigkeit, mehrere Länder, Sprachen und Shops aus einer Plattform heraus zu bedienen, ein wichtiges Kriterium.

Spryker bietet hier durch seine Cloud-native Architektur und den API-first-Ansatz eine hohe Flexibilität für globale Rollouts. Mehrere Storefronts, Sprachen und Währungen können granular gesteuert werden. Allerdings erfordert jede Länderanpassung einen erheblichen Entwicklungsaufwand.

Der OXID eShop bietet ebenfalls umfassende Internationalisierungsfunktionen mit nativer Multi-Language-, Multi-Currency- und Multi-Shop-Unterstützung. Mehrere Mandanten können aus einer einzigen Installation heraus betrieben werden, was die Verwaltung und Wartung erheblich vereinfacht. Für die typische Internationalisierungsstrategie eines mittelständischen Unternehmens – etwa die Expansion in die DACH-Region, nach Osteuropa oder in den EU-Raum – bietet OXID alle notwendigen Werkzeuge bei deutlich geringerem Aufwand und niedrigeren Kosten als Spryker.

Kosten & TCO: Der entscheidende Faktor für den Mittelstand

Die Total Cost of Ownership (TCO) sind für die meisten Unternehmen der entscheidende Faktor bei der Wahl eines Shopsystems. Hier zeigt sich der größte und wichtigste Unterschied zwischen OXID und Spryker.

Spryker: Ein System für das obere Prozent

Spryker ist eine reine Enterprise-Lösung mit einem entsprechenden Preisschild. Die Lizenzkosten bewegen sich im sechs- bis siebenstelligen Bereich pro Jahr. Hinzu kommen die extrem hohen Implementierungskosten. Da Spryker eine hohe Entwickler-Expertise erfordert, sind die Tagessätze für spezialisierte Spryker-Entwickler und -Architekten enorm hoch. Projekte unter 500.000 € sind kaum realisierbar, in der Regel liegen die initialen Projektkosten deutlich darüber. Auch die laufenden Betriebskosten für das Hosting und die Wartung der komplexen Systemlandschaft sind erheblich. Spryker ist damit eine Lösung, die sich nur Konzerne und sehr große, digital reife Unternehmen mit eigenen, hochqualifizierten IT-Abteilungen leisten können und wollen.

OXID eShop: Enterprise-Leistung zu mittelstandsfreundlichen Kosten

Hier liegt die große Stärke von OXID. Die Plattform bietet eine vergleichbare Enterprise-Leistung und B2B-Funktionalität zu einem Bruchteil der Kosten von Spryker. Die Lizenzkosten für die Enterprise Edition sind transparent und planbar. Die Implementierung durch ein erfahrenes OXID-Partnernetzwerk ist standardisiert und dadurch deutlich kosteneffizienter. Da OXID auf weit verbreiteten Technologien wie PHP und Symfony basiert, ist der Pool an qualifizierten Entwicklern größer und die Stundensätze sind moderater. Dies führt zu signifikant niedrigeren Gesamtbetriebskosten (TCO). Für den deutschen Mittelstand, der auf Wirtschaftlichkeit und einen klaren Return on Investment (ROI) achten muss, ist OXID die weitaus pragmatischere und wirtschaftlich sinnvollere Wahl.

Die DIXENO Suite: Wie aus einer OXID-Lösung ein echtes Enterprise-Kraftwerk wird

Während der OXID eShop bereits eine herausragende Plattform darstellt, hebt die DIXENO Suite das System auf ein völlig neues Enterprise-Level. Diese Suite ist keine Alternative zu OXID, sondern eine strategische Erweiterung, die aus über einem Jahrzehnt Erfahrung und mehr als 500 realisierten E-Commerce-Projekten entstanden ist. Sie verwandelt einen OXID-Shop in ein maßgeschneidertes, hochperformantes E-Commerce-Ökosystem, das weit über den Standard hinausgeht.

Die Suite besteht aus perfekt aufeinander abgestimmten, preisgekrönten Software-Paketen, die einen OXID-Shop gezielt dort verstärken, wo Enterprise-Anforderungen am höchsten sind:

  • DIXENO Core & B2B-Framework: Diese Module bilden das Fundament und erweitern den OXID-Standard um entscheidende Performance-Optimierungen, erweiterte CMS-Funktionalitäten und vor allem um das, was wir als das „beste B2B-Framework auf dem Markt“ bezeichnen. Es perfektioniert die bereits starken B2B-Funktionen von OXID für komplexeste Anforderungen im deutschen Mittelstand.
  • DIXENO KI & Marketing Automation: Hier wird die Plattform intelligent. Die DIXENO KI automatisiert die Erstellung von Produkttexten, Metadaten und Übersetzungen, während die Marketing Automation personalisierte Kampagnen ausspielt, die die Kundenbindung und den Umsatz nachweislich steigern.
  • Marktplatz-Plattform: Als einzige OXID-zertifizierte Lösung ermöglicht dieses Modul den schnellen und stabilen Aufbau von komplexen B2B- oder B2C-Marktplätzen.

Der entscheidende Vorteil: Mit der DIXENO Suite erhalten Unternehmen eine Lösung, die die Stabilität und Wirtschaftlichkeit von OXID mit der Funktionalität und Intelligenz einer teuren, individuell entwickelten Enterprise-Lösung kombiniert. Die Time-to-Market wird drastisch verkürzt, da bewährte, standardisierte Module anstelle von riskanter Individualentwicklung zum Einsatz kommen. So entsteht ein System, das nicht nur technologisch führend ist, sondern auch einen klaren und schnellen Return on Investment liefert.

Pragmatismus und Praxistauglichkeit schlagen technologischen Hype

Die Wahl zwischen OXID eShop und Spryker ist eine strategische Entscheidung zwischen zwei grundverschiedenen Philosophien. Spryker ist zweifellos eine technologisch beeindruckende Plattform, die maximale Flexibilität und Skalierbarkeit für die komplexesten digitalen Geschäftsmodelle der Welt bietet. Doch diese technologische Überlegenheit ist mit einer enormen Komplexität und extrem hohen Kosten verbunden, die sie für die überwiegende Mehrheit des deutschen Mittelstands disqualifiziert.

Der OXID eShop erweist sich hier als die deutlich klügere und pragmatischere Wahl. Er bietet:

  • Umfassende B2B-Funktionen, die nativ im System verankert und praxiserprobt sind.
  • Eine robuste und performante Architektur, die für 99% aller mittelständischen Anforderungen mehr als ausreichend skaliert.
  • Eine transparente und wirtschaftliche Kostenstruktur mit signifikant niedrigeren Gesamtbetriebskosten (TCO) im Vergleich zu Spryker.
  • Ein großes, erfahrenes Partnernetzwerk in Deutschland, das eine schnelle und professionelle Implementierung sicherstellt.

Während Spryker das ideale Werkzeug für einen globalen Konzern mit unbegrenzten IT-Budgets sein mag, ist der OXID eShop die perfekte Lösung für den deutschen Mittelständler, der eine leistungsstarke, zuverlässige und vor allem wirtschaftliche Plattform für sein anspruchsvolles B2B-Geschäft sucht. OXID liefert die Enterprise-Leistung, die Unternehmen für ihr Wachstum benötigen, ohne sie mit unnötiger Komplexität und explodierenden Kosten zu belasten. Am Ende des Tages gewinnt nicht der technologische Hype, sondern die Lösung, die in der Praxis den größten Mehrwert und den schnellsten ROI liefert – und hier hat der OXID eShop für den deutschen Mittelstand klar die Nase vorn.

FAQ: Ihre Fragen zur Entscheidung OXID vs. Spryker

1. Unser Unternehmen wächst stark. Ist Spryker nicht die zukunftssicherere, weil skalierbarere Lösung?

Das ist ein häufiges Missverständnis. Spryker bietet eine theoretisch unendliche, Cloud-native Skalierbarkeit, die für globale Konzerne wie Amazon relevant ist. Für 99% der mittelständischen Unternehmen, selbst mit starkem Wachstum und Internationalisierungsplänen, bietet der OXID eShop in der Enterprise Edition eine mehr als ausreichende und vor allem praxiserprobte Skalierbarkeit. Die Frage ist nicht, ob ein System theoretisch mehr kann, sondern was Sie praktisch benötigen. Mit OXID erhalten Sie die Skalierbarkeit, die Sie brauchen, ohne für eine Komplexität zu bezahlen, die Sie nie nutzen werden.

2. Wir wollen technologisch führend sein. Ist der Composable-Ansatz von Spryker nicht der einzige Weg in die Zukunft?

Composable Commerce ist ein wichtiger Trend, aber kein Selbstzweck. Der modulare Aufbau von OXID ermöglicht ebenfalls eine hohe Flexibilität und die Anbindung von Drittsystemen über APIs. Die DIXENO Suite treibt diesen Gedanken weiter und bietet Ihnen eine „Best-of-Breed“-Lösung auf Basis einer stabilen und bewährten Plattform. Sie erhalten die Vorteile einer modernen Architektur – wie KI-Integration und Marketing Automation – ohne die Nachteile einer vollständig entkoppelten, hochkomplexen Systemlandschaft. Das ist der pragmatische und wirtschaftlich sinnvollere Weg in die Zukunft.

3. Unsere B2B-Prozesse sind extrem individuell. Kann OXID das überhaupt abbilden?

Absolut. Das ist eine der Kernstärken von OXID. Die Enterprise B2B Edition bietet bereits im Standard einen riesigen Funktionsumfang. In Kombination mit dem DIXENO B2B-Framework können selbst die komplexesten und individuellsten Prozesse aus Branchen wie dem Maschinenbau oder der Medizintechnik abgebildet werden. Der Vorteil: Sie bauen auf einem stabilen, nativen Fundament auf und müssen nicht, wie bei Spryker, grundlegende Funktionen erst aus einzelnen „Capabilities“ zusammensetzen.

4. Sind die hohen Kosten für Spryker nicht durch eine schnellere Time-to-Market und mehr Flexibilität gerechtfertigt?

Die Erfahrung aus hunderten Projekten zeigt das Gegenteil. Die hohe Komplexität von Spryker führt in der Regel zu deutlich längeren Projektlaufzeiten und höheren Implementierungskosten. Mit OXID und der DIXENO Suite profitieren Sie von einer schnelleren Time-to-Market, da wir auf bewährte, standardisierte und sofort einsatzbereite Module zurückgreifen. Sie erhalten maximale Funktionalität bei minimalem Projektrisiko und planbaren Kosten – ein unschlagbarer Vorteil für jedes mittelständische Unternehmen.

5. Wir haben bereits ein ERP-System (SAP, Microsoft Dynamics). Welches System lässt sich besser integrieren?

Beide Systeme bieten ERP-Integrationen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Praxiserfahrung. OXID wird seit über 20 Jahren in der DACH-Region eingesetzt und verfügt über bewährte SAP-Schnittstellen und Integrationen, die in hunderten Projekten erprobt sind. Die DIXENO Suite bietet zudem ein spezielles ERP-Kundennummer-Modul für die nahtlose Synchronisation. Bei Spryker müssen solche Integrationen oft aufwändig individuell entwickelt werden, was die Kosten und das Projektrisiko erhöht.

6. Was macht die DIXENO Suite im Vergleich zu einer reinen Spryker-Implementierung so besonders?

Die DIXENO Suite liefert das, was viele Unternehmen bei Spryker suchen – Enterprise-Funktionalität, KI-Integration, Marketing Automation und Marktplatz-Fähigkeiten – aber auf Basis einer stabilen, wirtschaftlichen und bewährten OXID-Plattform. Sie erhalten ein preisgekröntes Gesamtpaket aus Core-Framework, B2B-Framework, KI-Modul, Marketing Automation und Marktplatz-Lösung, das perfekt aufeinander abgestimmt ist. Das Ergebnis: Enterprise-Level ohne Enterprise-Kosten.

Ihr Partner für zukunftssicheren B2B-E-Commerce

Die Entscheidung für eine neue E-Commerce-Plattform ist eine der wichtigsten Weichenstellungen für Ihre digitale Zukunft. Als führende OXID-Agentur mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Realisierung komplexer E-Commerce-Projekte verstehen wir die Herausforderungen des deutschen Mittelstands genau. Wir bieten Ihnen eine ehrliche und fundierte Beratung, um die technologische Basis zu finden, die perfekt zu Ihren Ambitionen und Ihrem Budget passt. Ob Sie eine strategische Neuausrichtung planen, Ihr bestehendes System an seine Grenzen stößt oder Sie eine leistungsstarke Plattform für den Einstieg in den B2B-Handel suchen – wir sind Ihr Partner. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch und lassen Sie uns gemeinsam eine pragmatische und erfolgreiche Lösung für Ihr Unternehmen finden.

Matthias Eggert
Geschäftsführer DIXENO GmbH