EAN und GTIN - was Sie wissen müssen

Verpflichtende Angabe der GTIN bei eBay und Google

Die Global Trade Item Number (GTIN) wird zur weltweit eindeutigen Identifizierung eines Produktes genutzt, so wie ehemals die European Article Number (EAN) für Europa.

Was sind GTIN und EAN Nummern?

EAN & GTIN Nummern werden den meisten Händlern vom Hersteller geliefert, sie werden in Deutschland zentral von der GS1 Germany vergeben. Sollten Sie selbst Produkte herstellen, können Sie dort einen Nummernblock beantragen. Mit diesen Nummern können Sie Ihre Produkte klar identifizierbar machen, denn jede Nummer ist einzigartig. Für die Nutzung fallen, je nach Umsatz und Menge der Nummern unterschiedliche Kosten an.

Es gibt auch EAN Bereiche, die frei genutzt werden können. Diese sind allerdings keine Unikate, sondern dienen für interne Verarbeitungen in einem geschlossenen System z.B. bei einer internen Lagerverwaltung, oder für Preisetiketten die in Supermärkten für Obst & Gemüse, aber auch für Gutscheine ausgedruckt werden können. Solche Nummern werden von Systemen wie eBay oder Amazon ignoriert und führen zu Fehlermeldungen beim einstellen. Es kommt öfter vor, dass Lieferanten als „Barcode“ irgendwelche Nummern übertragen, die mit den offiziell vergebenen EANs/GTINs nichts gemein haben. Ehe Sie diese gutgläubig in Ihre Warenwirtschaft einpflegen, sollten Sie hier stichprobenartig überprüfen, ob es sich um korrekte Nummern handelt.

Pflichtangabe bei Online-Marktplätzen

Viele Online-Marktplätze haben die Angabe der GTIN bereits zur Pflicht gemacht, Amazon beispielsweise schon seit 2009. Hierbei gilt: 13-stellige EANs entsprechen GTIN-13 und 12-stellige UPCs entsprechen GTIN-12. Bedeutet für Sie, dass Sie „aus dem Schneider“ sind, wenn Ihre 13-stelligen EAN oder 12-stelligen UPC Codes bereits gepflegt wurden.

Nun werden die globalen Artikelkennzeichnungen sowohl bei eBay, als auch im Google Merchant Center in diesem Jahr zur Pflichtangabe. Für Marktplätze hat die GTIN den Vorteil, dass Sie Ihre Produkte besser bewerben können. Darüber hinaus kann dadurch die Sichtbarkeit auf den Marktplätzen und in externen Suchmaschinen erhöht werden.

Google erweitert seine GTIN-Anforderungen

Google hat schon seit letztem Jahr angefangen GTINs für 50 Marken verpflichtend zu machen. Ab dem 16. Mai 2016 soll dann die Umsetzung für alle Produkte beginnen. Schon jetzt werden Warnmeldungen im Google Merchant Center angezeigt, damit Sie Ihre Produktdaten früh genug auf den neusten Stand bringen.

Laut Google dient die Umstellung dazu, die Leistung von Werbeanzeigen zu verbessern, indem Ihren Produkten mehr Details hinzugefügt werden. Nicht von der Änderung betroffen sind allerdings „gebrauchte, maßgefertigte, handgemachte oder Vintage-Artikel“. Google empfiehlt aber auch diesen Produkten eindeutige Kennzeichnungen zu geben, um Ihre Anzeigenleistung zu verbessern.

Einführung der GTIN-Pflicht bei eBay

Für Händler der Auktions- und Verkaufsplattform eBay wird es bereits jetzt ernst. Die Pflicht zur Angabe der Produktkennzeichnungen EAN/GTIN wird am 29. Februar 2016 eingeführt. Zukünftig soll es damit nicht mehr möglich sein ein Angebot ohne diese Angaben zu erstellen.

Diese Änderung betrifft neue, wiedereingestellte und überholte Angebote, sowie „Gültig bis auf Widerruf“-Angebote. Die neue Regelung gilt jedoch nicht für den Verkauf von gebrauchten Artikeln. Auch eBay begründet seine Umstellung damit, dass die Produkte besser beworben werden können und eine höhere Sichtbarkeit erlangen.

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