Anwendungsbeispiel: Optimierung eines Google Ads-Kontos

Gerne möchten wir Ihnen ein erfolgreiches Projekt vorstellen, das von unseren Google Ads-Maßnahmen profitiert hat. Unser Google Ads und Analytics Experte Daniel Trautmann zeigt Ihnen, wie der Prozess einer Kontenoptimierung bei uns abläuft.

Google Ads Kontenoptimierung

Hintergrund: Das betreute Unternehmen im Bereich der Sicherheitstechnik hat erst vor kurzem den Schritt vom stationären Handel in den Onlinehandel vorgenommen.
Damit schnell eine hohe Reichweite erzielt werden kann, möchte der Auftraggeber bezahlte Werbung in Anspruch nehmen. Über die organische Suche kann das Unternehmen derzeit nur weniger Besucher verzeichnen. Im Anfangsstadium sind 40 verschiedene Produkte erhältlich.

Allgemeine Ziele des Kunden

  • schnell erhöhte Reichweite
  • Rentabilität

Konkrete Vorgaben

  • Der CPO sollte nicht höher als 19€ über das ganze Konto betragen.
  • Die Reichweite soll mindestens 100 zusätzliche Besucher am Tag verschaffen.

Vorerst soll nur die Google Suche verwendet werden. Nach diesen Vorgaben haben wir einen Vorgehens-Plan formuliert, der 8 Schritte umfasst.

Ausgangsanalyse des Projektbeispiels

  • Notizen: Beispielprojekt – Kunde mit Konto
  • Kunde hat nicht alle Anzeigenerweiterungen verwendet
  • Die Sitelinks waren nicht auf die Kampagne angepasst
  • Bewertungserweiterung
  • Bei der Analyse wurde nicht zwischen Brand- und Generictraffic unterschieden
  • Mobile in vielen Kampagnen unrentabel
  • Anzeigen in vielen Punkten optimierungsbedürftig
  • Kein abschließender Punkt
  • Keyword kaum wiederholt
  • Anzeige-URL nicht genutzt
  • Anzeigen wurden zu falschen Keywords ausgestrahlt
  • Viele unpassende Keywords führten zu mehr Kosten
  • Bezeichnung Anzeigengruppen und Kampagnen
  • Kein Remarketing
1. Analyse der Zielgruppen und Zielseiten

Zunächst sollten die Zielseiten bzw. Landingpages betrachtet werden, sowie die Customer Journey. Ausgenommen von Kampagnen zur Markenbildung, ist eine Google Ads-Kampagne mit hoher Klickrate wenig wert, wenn der Besucher wieder von der Seite abspringt und keine Conversions generiert werden. Besonders wenn es Ihnen um Umsatzsteigerungen geht, müssen sich die Werbekosten auf lange Sicht rentieren. Das geht nur, wenn Sie den potentiellen Kunden auch mit Ihrem Online-Shop überzeugen und zum Kaufabschluss bringen. Erst nach einer Optimierung Ihrer Zielseiten kann die Optimierung Ihres Kontos erfolgen.

Um Ihre Landingpages optimieren zu können, müssen Sie Ihre Zielgruppen kennen und wissen wonach diese suchen. Beispielsweise sieht die Customer Journey bei einer älteren Zielgruppe möglicherweise anders aus, als bei einer jungen und technikaffinen Zielgruppe. Die jüngere Zielgruppe ist oft mobil unterwegs, hat möglicherweise andere Quellen für die Informationssuche und nutzt viele verschiedene Kommunikations- und Informationskanäle. Bei einer älteren Zielgruppe müssen Sie möglicherweise mehr auf eine eindeutigere Navigation achten. Darüber hinaus sollten Sie diesen Analyse Prozess bis zum Kaufabschluss durchführen, da viele Kunden Ihre Käufe auch bei den weiterführenden Seiten wie dem Warenkorb abbrechen.

2. Analyse von passenden Keywords und potentiellen Kunden

Sind Ihre Landingpages optimiert, gibt eine ausführliche Keyword Recherche und Analyse Aufschluss darüber, wo Ihre Potentiale liegen. Geeignete Keywords lassen sich aus den Produkten des Shops ableiten sowie von Inhalten der Webseiten. Nicht immer lohnt sich die Schaltung von Werbeanzeigen. Ein Steckdosen-Kinderschutz zum Beispiel kostet nur 5€. Die Werbekosten überschreiten hier den Margenanteil mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Ein weiter Aspekt ist das Suchvolumen. Gibt es sehr viele Suchanfragen für Ihren Zielbegriff, sind an einem Tag für ein Keyword schnell mehrere hundert 100€ ausgegeben. Dies kann gewollt sein, sollte aber nur passieren, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie ausreichend Verkäufe machen. In unserem Beispiel liegen die Kosten für das Keyword Gasmelder bei einem maximalen Gebot von 3€ pro Klick bei 19€.

Kann jedes Keyword erfolgreich beworben werden? Solange Ihr Budget mitmacht, natürlich, aber: Manchmal helfen Ihnen auch ein hoher Verkaufspreis und eine hohe Gewinnspanne Ihres Produktes nicht weiter. Wenn die Klickpreise durch sehr viel Konkurrenz überteuert oder die Conversion-Rate aufgrund einer schlechten Anzeigenqualität gering sind, kann ein eigentlich sehr gutes Keyword schnell zu einem Minusgeschäft werden.

Die Keywords werden im nächsten Schritt den Anzeigegruppen hinzugefügt.

Anzeigengruppen definieren

3. Planung einer Kampagnenstruktur und Unterteilung in Anzeigengruppen

Kampagnen und Anzeigengruppen sind schnell angelegt. Ein strukturiertes und durchdachtes Konto macht sich jedoch spätestens bei sehr vielen Produkten und Kampagnen bezahlt. Bei einem unstrukturierten Konto verlieren Sie schnell die Übersicht und können auch Statistiken schwerer auswerten. Sollten einmal größere Änderungen anliegen, so kann das Konto im Chaos enden, viel Aufwand ist dann nötig.

Es empfiehlt sich die Kampagnenstruktur zunächst an die Struktur Ihres Online-Shops anzupassen. So kann man beispielsweise Kampagnen zu einzelnen Produktkategorien oder -serien erstellen und diese dann in den Anzeigengruppen weiter spezifizieren.

Da dieses Konto noch nicht sehr viele Produkte umfasste, war die Kampagnenstruktur schnell festgelegt. Rauchmelder zum Beispiel sind gut in Set-Größen zu unterteilen.

4. Formulierung von USPs

Als USPs (Unique-Selling-Point) oder Mehrwert gelten Alleinstellungsmerkmale, die das Unternehmen von anderen abhebt. Diese werden idealerweise in Ihren Werbeanzeigen formuliert. Häufig lesen Sie inhaltslose Textanzeigen die zum Beispiel enthalten: „Günstige Preise, große Auswahl“ oder „Jetzt hier kaufen“. Diese heben sich nicht von der Konkurrenz ab – Die Anzeige geht unter.
Wir haben uns für diese USPs entschieden, die den Unterschied machen und die Vorteile des Shops hervorheben.

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5. Erstellung von Anzeigen

Die Anzeigen werden so gut wie möglich auf die Suchintention und das Keyword zugeschnitten sein, welches der User eingegeben hat. Zum einem steigt so die Kaufwahrscheinlichkeit des Kunden, zum anderem erhöht sich der Qualitätsfaktor. Die USPs werden hier berücksichtigt.

Wie erstelle ich eine erfolgreiche Adwords Anzeige

6. Einfügen von Anzeigenerweiterungen

Noch mehr Aufmerksamkeit erhalten Sie durch den Einsatz von Anzeigenerweiterungen. Sie bieten dem potentiellen Kunden mehr Optionen und Informationen zu dem Unternehmen. Dadurch kann sich der Qualitätsfaktor erhöhen, was zu geringeren Kosten je Conversion führt. Es gibt verschiedene Arten von Anzeigenerweiterungen.

Bei diesem Kunden haben wir zum Beispiel 6 Sitelinks hinzugefügt, die zu den wichtigsten Seiten der Websites führen. Die Statistik zeigt dabei eine Klickrate von ca. 0,4% der Sitelinks, was auf dem ersten Blick wenig erscheint, aber für Sitelinks ein guter Wert ist.

7. Feststellung von Einstellungen für die Kampagnen und Anzeigengruppen

Feintuning ihres Google Ads-Kontos! Google Ads bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. Legen Sie Gebotsanpassungen für den Wochentag und die Tageszeit ebenso wie auf bestimmte Gebiete fest. Darüber hinaus profitieren Sie von einer effektiven Anzeigenrotation und Gebotsanpassung für mobile Geräte.

Da sich viele Kunden vorab über das Internet über das Unternehmen informieren, bevor sie es lokal aufsuchen, haben wir eine gesonderte Kampagne angelegt, in der wir für die wichtigsten Keywords ein 25% höheres Budget einsetzen. Wir glauben, dass sich die höheren Kosten durch mehr stationäre Kunden schnell rechnen.Adwords Anzeigen lokal eingrenzen

8. Kontrolle und Optimierung

Google Ads bedarf einer regelmäßigen Kontrolle und ist zum Teil auch ein Prozess von Trial and Error. So kontrollieren wir, welche Keywords und Anzeigen erfolgreich sind und welche besser pausiert oder im Einsatz reduziert werden. Dazu vergleichen wir wichtige Kennzahlen wie CTR, Conversion-Rate oder Kosten je Conversion.
Adwords Controlling Optimieren

Insbesondere beim Launch eines neuen Google Ads-Kontos besteht hier viel Optimierungspotential. Durch sukzessives Optimieren lassen sich Kennzahlen durch besseres Verständnis des Userverhaltens positiv beeinflussen.

Innerhalb von 3 Monaten konnte hierdurch eine Senkung der Kosten je Conversion von 18% erzielt werden.

 

Ergebnis der Optimierung:

Betrachtungszeitraum6 Monate
Anzahl angebotener Produkte40
Absatz/Monat(Adwords)120 Produkte
Durchschn. Bestellwert76 €
Klickrate1,60%
Conv. Rate1,80%
Kosten je Conversion17,50€

Erfolgreich abgeschlossene Projekte

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Wie funktioniert Remarketing?

Nachdem ein Nutzer Ihre Webseite oder App besucht hat, werden Anzeigen zu Ihrem Angebot geschaltet, sobald der Nutzer andere Seiten im Google Displaynetzwerk besucht oder nach Begriffen sucht, die zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen passen.

 

Um Remarketing zu nutzen, setzen Sie das Remarketing-Tag, ein kleines Code-Snippet von Google Ads, auf allen Seiten Ihrer Webseite oder Ihrer App. Nach Hinzufügen des Tags erstellen Sie Remarketing-Listen. In diesen Listen können Sie mit Hilfe von Regeln festlegen, nach welchen Merkmalen die Nutzer selektiert werden sollen, z.B. nach einer bestimmten Produktkategorie oder einem bestimmten Nutzerverhalten.

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