SEO Offpage Optimierung

SEO Offpage-Optimierung 2016

Ihr Shop ist live, die Onpage-Optimierung ist umgesetzt, aber es passiert noch nicht viel. Vielleicht ranken ein paar Keywords im Long-Tail, aber die Zeit vergeht und es passiert… nichts. Dann ist Ihr Shop vermutlich in einer umkämpften Nische und jetzt machen Sie sich Gedanken, wie Sie die Findbarkeit Ihrer Seite steigern können.

Was ist die Offpage-SEO-Optimierung?

Die Optimierung von Faktoren, die außerhalb Ihrer eigenen Internetseite liegen, bezeichnen wir im Online-Marketing als Offpage-Optimierung. Diese beschreibt die Popularität einer Domain, sei es durch Trust, Links oder Social Signals. Google möchte, dass sich alle Webmaster an die Google Quality Rater Guidelines halten, allerdings steht fest, dass es im Jahr 2016 nicht leicht ist an organische Links zu kommen – und in Deutschland, dem Land des Link-Geizes, war es noch nie leicht.

Deshalb ist die Offpage-Optimierung, mit all Ihren Facetten, weiterhin genauso wichtig wie die Onpage-Optimierung, denn ohne Links ist das Ranken schwer.

Wie wird Offpage-Optimierung gemessen?

Die Offpage-Optimierung wird im Regelfall durch Links gemessen – und ja, auch Links funktionieren heute immer noch sehr gut und sind für den Aufbau eines Projektes wichtig. Mit reiner Onpage-Optimierung kommen die meisten Projekte in stark umkämpften Branchen nur schwer auf die vorderen Plätze.

Wie Sie an Links kommen ist heute aber nicht mehr so einfach wie früher – und im Vergleich zu vor 5 Jahren wesentlich schwerer zu skalieren.

Warum?

  • Linkfarmen oder PBN, also die Sammlung von Links z.B. aus Russland oder in privaten Blognetzwerken, ist schon lange mit Risiko behaftet – und wird heute eher für negatives SEO genutzt.
  • Gerade Google scheut sich nicht ein Beispiel zu setzen und große Seiten mit unnatürlichen Rankings zu bestrafen, wenn sich diese nicht an die Google Quality Rater Guidelines halten.
  • Es bloggen weniger Menschen aus der Motivation sich mitzuteilen, sondern um (schnell) Geld zu verdienen – gerade wenn sie von Unternehmen angesprochen werden und so ist es schwerer an natürliche Links aus Blogs zu kommen (aber relativ leicht an bezahlte). Bestes Beispiel hierfür ist der Trend der Nischenseiten, in denen thematisch sehr eingegrenzte Seiten erstellt werden, um Verkäufe über Affiliate-Programme zu erzeugen.
  • Soziale Medien übernehmen oft die Rolle von Blogs, wenn es darum geht private Texte, Fotos und Hobbies zu veröffentlichen.

Influencer als Markenbotschafter

 

Helfen soziale Signale bei der Offpage-Optimierung?

Wo wir gerade bei sozialen Signalen waren, sind diese Reaktionen in sozialen Netzwerken eigentlich Ranking-Faktoren? „Social Signals“ sind in der Regel Likes, Shares oder Kommentare, die zu Ihrer Seite/Beiträgen abgegeben werden. Da sich immer mehr Menschen in den unterschiedlichsten Netzwerken bewegen, sind solche Signale wichtig, da sie dadurch Ihre Reichweite erhöhen und an Ihrer Marke arbeiten. Ob es eine Relevanz für Suchergebnisse in Google gibt ist bisher nicht bestätigt, aber es liegt nahe. Fazit: Links sind schwerer zu bekommen und oft gekauft (was Google nicht mag), somit werden die Signale über soziale Netzwerke in der Zukunft immer wichtiger und Google wird weiter daran arbeiten alternative Ranking Faktoren zu entwickeln.

Offpage-Optimierung 2016

Offpage-Optimierung ist ohne Inhalte auf der eigenen Seite, die eine Mindestqualität erreichen müssen, unnötig schwer. Aber welche Inhalte das sein sollen ist gar nicht so leicht herauszufinden. Das Fundament einer nachhaltigen Offpage-Optimierung hat mehrere Stützen:

  • Content Marketing – gute Inhalte schaffen, die den Kunden Mehrwert bieten
  • Link Building – Links auf Ihre (guten) Inhalte und Seiten erzeugen
  • Public Relations – Netzwerke mit Journalisten, Bloggern und Influencern aufbauen und nutzen
  • Social-Media – Konzeption und Umsetzung einer Social-Media Strategie, die zu Ihrem Unternehmen passt
  • Alternative Suchsysteme – Suchsysteme außerhalb von Google erschließen (z.B. Preissuchmaschinen, Amazon, wlw, etc.)
  • Reputation Management – darauf achten wie Ihre Marke wahrgenommen wird

Wenn Sie im Internet nichts zu Ihren Produkten zu sagen oder zu zeigen haben, ist es schwer gefunden zu werden. Oft wird ein Content-Schock vorhergesagt, also der Punkt an dem es so viele Inhalte geben wird, dass der Markt explodiert und niemand mehr in der Masse der Inhalte hervorsticht.
Aber das Gegenteil ist natürlich auch der Fall, ohne Inhalte passiert nämlich noch weniger. Achten Sie lieber darauf, dass Sie nicht nur Inhalte produzieren, sondern kümmern Sie sich auch um die alten Inhalte.

Diese wollen:

  • gepflegt und auf den neusten Stand gebracht werden
  • mit Bildern ergänzen werden
  • entfernt werden, wenn sie überflüssig geworden sind
  • findbarer gemacht werden
  • neue Leser finden indem sie verbreitet werden

Wenn Sie sich um Ihre alten wie neuen Inhalte kümmern, schaffen Sie qualitativ so hochwertige Anlaufstellen im Internet, dass diese über kurz oder lang zu den besten Inhalten in Ihrer Branche werden. Wenn Sie jetzt sagen, hey, wir haben aber 150.000 Seiten, dann ist zum einen die Frage, ob all diese Seiten notwendig sind und zum anderen können Sie Ihre wichtigsten Seiten priorisieren und sich Stück für Stück durch Ihre Inhalte nach vorne arbeiten.

Content Marketing

Content Marketing

Content Marketing ist ein Buzzword. Eigentlich bedeutet es individuelle Formate zu finden, die so einzigartig wie Ihr Unternehmen sind. Deshalb sollten Sie herausfinden welches Format für Ihren Shop am besten funktioniert.

Blog, Videos, Magazine, Reports, Podcasts, Fotos, Illustrationen, Interviews sind nur ein paar Beispiele für Formate, die Sie ausprobieren könnten. Finden Sie ein Format, an dem Sie Spaß haben und welches Sie regelmäßig mit Inhalten bespielen können, und Sie haben schon die halbe Miete.

Fazit: Da sie einen Mehrwert bieten (auch Unterhaltung kann ein Mehrwert sein), besteht die Chance, dass Ihre Content Produktionen an anderer Stelle aufgegriffen werden und dadurch neue Links erzeugen. Tipp: verzichten Sie wenn möglich auf Stock-Fotos, denn diese sind alles, nur nicht einzigartig und dabei sind Storytelling und Bildwelten Erfolgsfaktoren.

Gastbeiträge und redaktionelle Beiträge

Gastbeiträge sind z.B. Blogbeiträge, Artikel in Magazinen, wissenschaftliche Beiträge für Fachpublikationen, uvm. Hierbei ist auf die Qualität der Seite zu achten, von der Sie einen Backlink kriegen. Ein Link aus der t3n ist vermutlich wesentlich mehr wert als der aus einem kleinen Blog, das nur wenig mit Ihrer Branche in Verbindung steht.

Fazit: Überlegen Sie wie hochwertig Ihr Artikel werden soll und auf welche Inhalte/Erfahrungen/Mehrwerte Sie auf Ihrer Seite verlinken können. Ob Sie Ideen recyceln oder exklusive Inhalte/Erkenntnisse aus Ihren Content-Produktionen anbieten, um schneller Inhalte zu produzieren oder immer wieder etwas Neues verfassen.
Bei Gastbeiträgen ist es in der Regel schwer Deep Links auf Verkaufsseiten zu platzieren – leichter ist es auf Studien oder Informationsartikel verlinken zu lassen, selbst wenn für deren Download z.B. eine E-Mail Adresse notwendig ist. Sinnvoll ist es Unterseiten zu verlinken, damit auch diese gestärkt werden.

Influencer Marketing

Influencer Marketing ist das Marketing mit populären Personen im Internet. Hier müssen Sie mit einem regelmäßigen Budget rechnen und sollten auch darauf achten, dass die Influencer authentische Werbung und keine Schleichwerbung betreiben, da hier ein Imageverlust droht – und Schleichwerbung noch dazu wettbewerbswidrig ist und teuer werden kann.

Seeding und Pressemitteilungen

Pressemitteilungen und Seeding sind das gezielte Ansprechen von Presse, aber auch Influencern, ohne das es hier um eine monetäre Entlohnung geht. Dies kann, mit den richtigen Kontakten, zu einem guten PR-Schub führen und Ihr Unternehmen bekannter machen – und Links zu Ihrer Seite aufbauen.

Virale Inhalte

Ein viraler Inhalt verbreitet sich wie eine Erkältung rasend schnell, da er einen Nerv der Zeit/Zielgruppe trifft und alle ansteckt. Virale Inhalte sind nur schwer zu steuern – und auch hier ist es sinnvoll auf Influencer-Marketing und Seeding zurück zu greifen um einen ersten Impuls zu bekommen. Die organische Verbreitung findet meistens über einen kurzen Zeitraum statt, die nachhaltige Einflüsse auf das Ranking haben können.

Link-Building durch gekaufte Links

Ja, auch klassisches Link-Building mit gekauften Links funktioniert 2016 noch. Es ist zwar unsicherer, weniger skalierbar und teuer, aber um schnell an Links zu kommen um einen ersten Impuls für ein neues Projekt zu setzen gibt es genug Menschen die es betreiben.

Fazit

Google Abstrafungen vermeiden

Offpage-Optimierung und Linkaufbau sind immer geprägt von einer gesunden Angst gegenüber Google: Wie ändern sich die Richtlinien, was passiert, wenn wir unseren Traffic verlieren, ist das, was wir aktuell machen auch nach den Webmasterichtlinien erlaubt? Wenn Sie Google Abstrafungen vermeiden wollen, müssen Sie sich darauf einstellen Geld und insbesondere Zeit und (Personal-) Ressourcen in den Aufbau von Inhalten zu investieren. Gute Verbindungen zu Presse und Influencern aufbauen und Inhalte erstellen die dem Leser einen Mehrwert bieten. Alles leichter gesagt als getan – und so nicht wirklich konkret, deshalb hier 7 einfache Off-Page Optimierungen, die Sie schon heute umsetzen können.

Beginnen Sie mit den Low-Hanging Fruits

Low-Hanging Fruits sind die Ziele, die sie möglichst schnell umsetzen sollten, da sie einfach zu erreichen sind:

  • Ihre Kooperationspartner um einen Link zu Ihrer Seite bitten oder in das Partnerverzeichnis (falls vorhanden) eintragen lassen.
  • Einen ergänzenden Artikel zu einem Ihrer alten Gastbeiträge/Fachartikel schreiben und um eine Verlinkungen darauf bitten.
  • Verlinkungen von den Veranstaltungsseiten auf denen Sie einen Vortrag gehalten haben. Auch hier am besten einen ergänzenden Text, oder z.B. die Folien der Veranstaltung.
  • Einen Link in einem Interview platzieren, in dem Sie schon befragt wurden.
  • Verlinkungen aus dem Gewerbebereich von Ihrer Stadt.
  • Der eigene Blog mit einem monatlichen Beitrag um neue Inhalte zu schaffen.
  • Das eigene Content-Format endlich strategisch planen, testen und umsetzen, dass sie regelmäßig veröffentlichen um sich besser zu positionieren. Nicht jedes Unternehmen braucht ein Blog, nicht jedes eine Social-Media Strategie und auch nicht jedes einen Pod-/Videocast – aber, mindestens einen Kanal um eigene Inhalte zu verbreiten, um sich als Meinungsführer zu etablieren, sollten sie angehen!

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