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Neu: Google AdWords verbannt Werbung aus der rechten Spalte

Das altbekannte Bild mit AdWords-Anzeigen in der rechten Spalte neben den organischen Suchergebnissen wird es nicht länger geben.

Inhalt

Globale Änderungen am Google AdWords Layout
Welche Gründe hat das Update?
Folgen für Shopbetreiber und Werbende

Globale Änderungen am Google AdWords Layout

Lediglich Shopping-Anzeigen werden noch auf der rechten Seite dargestellt, womöglich prominenter als zuvor. Im Gegenzug werden die bisher 3 Werbeanzeigen in der linken Spalte über den organischen Suchergebnissen auf 4 erhöht, sofern die Suchanfrage eine hohe kommerzielle Relevanz hat. Bisher war es so, dass manchmal garkeine Anzeigen über den organischen Suchergebnissen dargestellt wurden, wenn sie nicht relevant genug waren. Dies dürfte Geschichte sein.
Zusätzlich werden unter dem letzten organischen Suchergebnis der SERP nun noch bis zu 3 Werbeanzeigen dargestellt.

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Welche Gründe hat das Update?

  • Die rechte Spalte scheint für Google wichtiger für eigene Angebote und Google Shopping geworden zu sein. Zuletzt haben die Daten aus dem Google Knowledge Graph, MyBusiness und weiteren eigenen Angeboten zunehmend Einzug gefunden. Außerdem scheinen 3-4 permanente Anzeigen in der linken Spalte profitabler als mehrere Textanzeigen in der rechten Spalte zu sein.
  • In der mobilen Suche ist schon seit längerem keine rechte Spalte mehr vorhanden. Das nun auch die Desktop-Suche geändert wurde, entspricht Google’s Quality Rater Guidelines, hier wird die Zukunft in der mobilen Suche gesehen.
  • Der Konkurrenzkampf bei AdWords wird vermutlich zunehmen, da sich die gesamte Anzahl der Anzeigen verringert hat. Besonders bei umkämpften Keywords werden Unternehmen wahrscheinlich mehr investieren müssen, um auf den Plätzen 1-4 zu landen, was Google höhere Einnahmen bescheren sollte.

Verlierer könnten Shopbetreiber sein, die einen hohen Anteil an Desktopkunden haben und sich mit ihren Werbeanzeigen bisher auf den hinteren Plätzen tummelten. Die Klickraten für Anzeigen ab Platz 4 beziehungsweise 5 sollten deutlich sinken. Infolge werden die Preise für die ersten 3 bzw. 4 Positionen steigen.

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Shops mit hohen Positionen bei Desktop PCs und Tablets könnten die Gewinner der Änderung sein. Sie haben nun weniger sichtbare Konkurrenten „above the fold“ in den Google SERPs und damit womöglich auch höhere CTRs. Anderseits müssen Sie auch mit höheren CPCs rechnen, da der Druck größer geworden ist eine hohe Platzierung für eine gute Sichtbarkeit zu erhalten.

Bei der Darstellung der mobilen Anzeigen wurden von Google keine Änderungen vorgenommen werden.

Folgen für Shopbetreiber und Werbende

Eine genaue Prognose über die Folgen der aktuellen Änderung kann vom heutigen Standpunkt aus nur schwer getroffen werden – trotzdem möchten wir Sie jetzt schon über mögliche Handlungsoptionen informieren.

Entwicklung von CPC, CTR, Conversion und Kosten je Conversion

Wie bereits erwähnt sind höhere Klickpreise(CPC) aufgrund eines intensiveren Wettbewerbes für die ersten Positionen über den organischen Suchergebnissen zu erwarten. Infolge werden Werbende, die nicht ihre Gebote anpassen, aufgrund einer geringeren Sichtbarkeit weniger Klicks und damit weniger Conversions erhalten. Wer hingegen seine Gebote anpasst, um das bisherige Niveau zu halten, kann aufgrund weniger konkurrierenden Werbeanzeigen mit höheren CTRs rechnen. Die Kosten je Conversion steigen vermutlich ebenfalls (deutlich) an.

So sollten Sie reagieren

Zum jetzigen Zeitpunkt gilt es die Entwicklung erst einmal zu beobachten. Warten Sie die nächsten zwei Wochen ab und vergleichen Sie dann die Statistiken mit dem vorigen Zeitraum – Natürlich können Sie auch täglich die Performance kontrollieren. Möglicherweise sind die Folgen nicht so negativ wie sie von einigen prognostiziert werden.

Sollten die Auswirkungen eintreffen wie erwartet(steigende CPCs, CPOs), dann haben sie folgende Möglichkeiten:

  1. Sie erhöhen die Gebote, um weiterhin ungefähr die gleiche Anzahl an Conversions zu erzielen wie zuvor auch. Kontrollieren Sie jedoch, ob AdWords für Sie aufgrund der höheren Kosten weiterhin ein rentabler Kanal ist. Ihr Gewinn je Conversion wird wahrscheinlich sinken.
  2. Sie reagieren gar nicht, um nicht höhere CPOs und Gesamtkosten zu bewirken. Ihre Conversions werden aufgrund einer niedrigeren CTR und damit weniger Klicks sinken und das womöglich deutlich. Ob es auch einen Einfluss auf die CPOs auf den unteren Positionen geben wird bleibt abzuwarten. Den Verlust an Conversions nehmen Sie hin oder versuchen dies über andere Kanäle zu kompensieren.
  3. Sie legen einen stärkeren Fokus auf andere Kanäle, um den neuen Wettbewerbs- und damit Preisdruck von AdWords zu entgehen und die Abhängigkeit von diesem Kanal zu reduzieren. Für viele Shopbetreiber wird SEO aufgrund seiner nach wie vor hohen Reichweite wieder interessanter werden. Wahrscheinlich wird das AdWords-Update auch auf diesen Kanal Auswirkungen haben. Einerseits könnten die Klickraten für die organischen Ergebnisse sinken, da nun dauerhaft 3 oder sogar 4 Anzeigen ganz oben in der linken Spalte angezeigt werden. Anderseits hat der User nun nur noch 4(und Google Shopping) anstatt 10 Werbeanzeigen im oberen Sichtfeld der Suchergebnisseite. Auch andere Kanäle wie Newsletter-Marketing, Social Media oder Affiliate-Marketing können für Sie ein Mittel der Wahl sein.
  4. Sie konzentrieren sich stärker auf Google Shopping, sofern sich Ihre Produkte dafür eignen. Google Shopping erscheint weiterhin in der rechten Spalte und wird womöglich in Zukunft noch präsenter dargestellt, was zu höheren Klickraten führen könnte. Bei vielen Shopbetreibern ist Google Shopping bedeutsamer als die Textanzeigen der Google Suche.

[Quelle]

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