eCommerce-Trends-2017

eCommerce 2017: Auf diese 5 Trends sollten sich Shopbetreiber vorbereiten

Das Jahr 2016 nähert sich seinem Ende, sodass es Zeit ist, ein Fazit zu ziehen. Was können wir aus 2016 mitnehmen? Welche Trends werden 2017 wichtig? Im Artikel erklären wir Ihnen worauf Sie sich für das nächste eCommerce-Jahr einstellen sollten und welche Faktoren für gelungenes Online-Marketing ausschlaggebend sein werden.

  • Mobile SEO wird immer wichtiger

Zugegeben: Dieser Trend wird für die meisten wenig überraschend sein, denn schon in den letzten Jahren bekam SEO für Mobile immer mehr Aufmerksamkeit. Auch im Jahr 2017 wird dieser Bereich weiter wachsen und sollte daher nicht unterschätzt werden. Accelerated Mobile Pages (AMPs), die dafür sorgen, dass Inhalte auf digitalen Endgeräten weniger Datenvolumen verbrauchen und besonders schnell geladen werden, stehen dabei weiter im Fokus. Bereits 2010 wurde Pagespeed zu einem Rankingfaktor, sodass Shopbetreiber seitdem für ein gutes Google-Ranking darauf achten müssen, dass die eigenen Inhalte schnell geladen werden. Mit den AMPs hat Google bereits im Februar 2016 gezeigt, dass auch die immer stärker genutzten mobilen Endgeräte mit in den Blick genommen werden. Nun hat Google angekündigt, dass der Mobile Index zum Hauptindex für das Ranking wird. Wie Sie Ihre Webseite für Mobilgeräte optimieren, erfahren Sie hier.

  • Kaufprozess und Customer Journey

Die Customer Journey wird im neuen Jahr wichtiger werden. Mit dieser können Sie nachvollziehen, wie Ihr Kunde in Ihren Shop gelangt ist und damit Ihre Marketingaktivitäten gezielt verbessern. Auch dabei rückt die mobile Internetnutzung in den Vordergrund, denn der erste Kontakt zwischen Händler und Kunden findet in den meisten Fällen über mobile Endgeräte statt. Um noch gezielter auf die Wünsche des Kunden eingehen zu können, müssen Shopbetreiber gründlich hinterfragen, welches Interesse der Kunde in den verschiedenen Phasen der Customer Journey verfolgt. So ist es zum Beispiel immer noch gängige Praxis, dass einem Kunden, der gezielt nach einer Übersicht aller Produkte eines Herstellers sucht, spezielle Einzel-Produktinformationen vorgeschlagen werden. Das kostet die Nutzer Zeit und Nerven und wirkt sich so negativ auf die Nutzererfahrung aus.

  • Ausbau von Social-Media-Marketing

Die Entwicklung der sozialen Netzwerke hatte schon in den vergangenen Jahren große Auswirkungen auf das Online-Marketing. Social Media bieten Ihnen als Shopbetreiber die Möglichkeit Ihre Kunden direkt anzusprechen, ebenso haben Ihre Kunden die Chance des Austausches miteinander und können Ihnen zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen direkt Feedback geben. Aus diesen Gründen sind soziale Netzwerke zu einem wertvollen Marketinginstrument geworden. Im Jahr 2017 wird es in diesem Bereich einige Veränderungen geben:

      • Facebook konzentriert sich auf Videos und testet ein Kamera-Feature mit Filtern, welches Snapchat aus der Comfort-Zone locken soll. Weitere Schwerpunkte legt Facebook für das kommende Jahr auf Themen wie Live Broadcasting und Virtual Reality.
      • Instagram wird 2017 im Bereich eCommerce ein großes Update durchführen, die sogenannten Shoppable Tags sollen dann dafür sorgen, dass Advertiser ihre Produkte direkt auf dem Foto verlinken können.
      • Die Zukunft von Twitter ist ungewiss, die Nutzerzahlen sinken aktuell und der Kurznachrichtendienst muss sich langsam etwas einfallen lassen, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Eine Möglichkeit dafür stellt die Übertragung von Live Streams dar.
      • Die größte Herausforderung für Snapchat wird 2017 sein, sich gegen Facebook zu behaupten und sich für Werbetreibende interessanter zu machen.
      • Pinterest wird 2017 die visuelle Suche und die Möglichkeiten für Augmented Reality Shopping ausbauen, um die Kluft zwischen Realität und virtuellem Shoppen weiter zu schließen.
    • Mehr zur voraussichtlichen Entwicklung der sozialen Netzwerke in 2017 finden Sie hier.

      • Bewegtbilder für Emotionen

      Nachweislich vermitteln sogenannte Bewegtbilder Emotionen und Botschaften deutlich besser als Fotos oder Texte. So werden Videos gegenwärtig von Usern aller Altersstufen genutzt und besonders auf Smartphones oder Tablets gespeichert, angesehen und weitergeleitet. Aus diesem Grund haben kurze Clips nicht nur im Marketing eine große Bedeutung, sondern werden auch bereits von Nachrichtenseiten verwendet, um über das tagespolitische Geschehen zu berichten. Bereits in diesem Jahr konnte beobachtet werden, dass auch immer mehr kleine Unternehmen das Medium Film für sich entdecken. Start-Ups, Einzelhändler und Selbstständige geben mit einem kurzen Video Einblick in die Geschäftsräume oder die Produktion. Das stärkt die Beziehung des Kunden zu Ihrem Unternehmen und verbessert Ihre Corporate Identity.

      • Bewertungen als Vertrauensbasis

      Wenn eine Entscheidung bevorsteht, dann wenden wir uns gerne an Freunde und Bekannte, um aus Ihren Erfahrungen zu schöpfen und uns gute Tipps und Ratschläge zu holen. Dieses Prinzip funktioniert auch im Internet und nimmt in 2017 noch an Wichtigkeit zu. Gerade bei finanziell aufwändigen Kaufentscheidungen vertrauen die Kunden den Bewertungen und Erfahrungsberichten anderer Nutzer. Unternehmen sollten sich 2017 zwingend mit Ihren Kundenbewertungen auseinandersetzen und positive Rückmeldungen für sich nutzen. Diese schaffen Vertrauen bei potentiellen Kunden und können deswegen eine Kaufentscheidung herbeiführen. Solche „Kundenstimmen“ sind besonders in Hinblick auf die wachsende Zahl der Mitbewerber wertvoll. Negative Bewertungen sind zwar weniger erfreulich, helfen Ihnen aber die Bedürfnisse Ihrer Kunden zu erkennen und anschließend zu erfüllen, sodass im Optimalfall auch unzufriedene Kunden zu zufriedenen Kunden werden.

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