Checkout Prozess optimieren

Checkout-Prozess optimieren – häufige Fehler vermeiden

Design, Usability und Vertrauenssymbole können Vertrauen bei dem Kunden wecken und ihn dazu verleiten, in dem Online-Shop etwas einzukaufen. Nun steht scheinbar nichts mehr im Weg – wenn da nicht die Probleme wären, auf die ein User beim Checkout-Prozess nicht selten trifft. Grund genug den Kauf abzubrechen? – Für einige User definitiv!

Denn vor allem Kunden, die sich für die Bezahloption Kreditkarte entscheiden, können während des Checkout-Prozesses noch viele Steine in den Weg gelegt werden, die oftmals dazu führen, den Kauf in den letzten Zügen doch noch abzubrechen. Aber genauso gilt dies auch für andere Bezahlmethoden. Dabei sind es oftmals Kleinigkeiten, die sich häufen und leicht zu vermeiden sind.

Durch das Anbieten verschiedener Bezahlmethoden wie dem Kauf auf Rechnung oder Ratenkauf, aber auch durch die Optimierung des Checkout-Prozesses, lässt sich die Conversion-Rate steigern. Mit den folgenden Tipps können Shopbetreiber dafür sorgen, dass sie die Kunden bis zum Schluss optimal begleiten.

Häufige Fehler vermeiden – Kaufabbruch verhindern

Ob beim Kauf auf Rechnung, Ratenkauf, mit Kreditkarte oder einer anderen Zahlungsmethode – User möchten sich nicht lange mit dem Kaufabschluss aufhalten. Oftmals tauchen kleine Probleme auf, die den Checkout-Prozess durch das erschwerte Handling verlangsamen und dem Kunden so Gründe bieten, sich doch noch gegen den Kauf zu entscheiden. Diese Fehler können und sollten schnell behoben werden, um dem User wieder optimales Kaufvergnügen und einen Grund zu bieten, erneut in dem Online-Shop einzukaufen.

Tipp 1: Gültigkeitsdatums für Kreditkarten erleichtern

Die meisten Shopbetreiber bieten in ihrem Online-Shop lediglich ein Dropdown-Menü zum Auswählen des Gültigkeitsdatums an. Dies erschwert und verlangsamt den Prozess. Um dem User hier entgegenzukommen, kann einfach eine manuelle Eingabe ermöglicht werden. Laut einer Analyse von Stripe ist dieses Hindernis bei 74 von 100 untersuchten Online-Shops aufgefallen, die als die wichtigsten deutschen Websites erachtet werden. Die Auswahl erfolgte dabei mit Hilfe des Alexa-Rankings für Deutschland. Darüber hinaus konnte bei knapp der Hälfte ein Gültigkeitsdatum angegeben werden, welches bereits in der Vergangenheit lag. Bei der Möglichkeit zur manuellen Eingabe besteht wiederrum die Gefahr, ein nicht existentes Datum einzugeben (wie beispielsweise der 13. Monat). Hier kann es hilfreich sein, wenn der User direkt einen Hinweis erhält.

Tipp 2: Gültigkeit von Kreditkartennummern

Ist die Kreditkartennummer nicht mehr gültig, sollte der Kunde in Echtzeit eine entsprechende Benachrichtigung erhalten. Darüber hinaus erleichtert es den Kaufprozess, wenn die Eingabe der Nummer sowohl mit als auch ohne Leerzeichen möglich ist. Bei der Eingabe der Kreditkartenprüfnummer bzw. CVC kann es für den User eine große Hilfe sein, hier einen entsprechenden Hinweis anzugeben, wo genau diese Nummer zu finden ist.

Tipp 3: Automatische Anzeige des Kreditkartentyps

Anhand der Kreditkartennummer lassen sich viele Informationen ablesen, die Auskunft über den Kartentypen geben. So stellt es für den User einen zusätzlichen Aufwand dar, erst noch den Kartentypen wie MasterCard und Visa oder das Kartenunternehmen auszuwählen. Im Idealfall gibt der User nur die Kartennummer ein, anhand welcher der Kartentyp gefiltert wird.

Tipp 4: Auto Fill-Funktion mit gespeicherten Abrechnungsdaten

Haben Shopbetreiber in Ihrem Checkout-Prozess eine Auto Fill-Funktion integriert, so sollten die gespeicherten Abrechnungsinformationen auch entsprechend richtig aus dem Browser übertragen werden. Der Analyse nach funktionierte bei nur 65 % der untersuchten Websites die Übertragung der Informationen fehlerfrei.

Tipp 5: Responsives Design auch beim Checkout-Prozess

Das Surfen über mobile Geräte nimmt immer mehr an Relevanz zu – gerade auch für Online-Shops stellt das hohe Anforderungen an ein einwandfrei funktionierendes responsives Design. Ob am Smartphone oder Tablet – die Größe der Website sollte die ganze Zeit über angepasst sein. Auch während des Checkout-Prozesses sollte diese Funktion bestehen bleiben, da es andernfalls zu einer sehr umständlichen Eingabe führen kann. Ist der Checkout nicht im responsive Design, könnten sich viele User wegen der Umstände gegen einen Kauf entscheiden.

Tipp 6: Numerische Eingabe

Werden bei der Eingabe ausschließlich Zahlen erwartet, kann ein automatischer Wechsel auf eine numerische Tastatur hilfreich sein und den Vorgang vereinfachen. Lediglich 40 % der untersuchten Online-Shops verfügte über solch einen automatischen Wechsel der mobilen Tastatur.

Wie gut ist der Checkout-Prozess in Ihrem Online-Shop optimiert?

Checkliste für Ihren Checkout-Prozess:

  • Kann das Gültigkeitsdatum der Kreditkarte manuell eingegeben werden?
  • Wird auf Fehler (z.B. ein nicht existentes Datum) hingewiesen?
  • Wird eine ungültige Kreditkartennummer erkannt?
  • Kann die Nummer wahlweise mit oder ohne Leerzeichen angegeben werden?
  • Erhält der User einen Hinweis in Echtzeit bei der Eingabe einer abgelaufenen Kreditkartennummer?
  • Erhält der User einen entsprechenden Hinweis zur Kreditkartenprüfnummer bzw. CVC?
  • Wird der Kreditkartentyp automatisch erkannt und angezeigt?
  • Besteht eine korrekte Autofill-Funktion durch die im Browser gespeicherten Abrechnungsinformationen?
  • Ist der Checkout-Prozess auch im responsiven Design für mobile Endgeräte angepasst?
  • Wird bei der Eingabe von Zahlen automatisch auf eine numerische Eingabe umgestellt?

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