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Amazon PPC – So steigern Sie Ihre Amazon-Verkäufe

Es lassen sich nicht nur Werbeanzeigen für Ihre Produkte bei Google schalten, auch auf Amazon können Sie als Händler oder Hersteller Produkte gezielt platzieren. Mithilfe von verschiedenen Werbemöglichkeiten lassen sich Anzeigen effektiv in die Suchergebnisse und damit vor die Augen des potenziellen Kunden verfrachten. Dazu gehören folgende Anzeigenformate:

  • Sponsored Products
  • Sponsored Brands (früher Headline Search Ads)
  • Sponsored Display Ads

Dabei basiert das ganze Amazon-Advertising-System auf dem sogenannten PPC-System. Die Abkürzung steht hierbei für „Pay-per-Click“. Das bedeutet: Als Werbetreibender bezahlen Sie nur für die Anzeige, sobald der User sie anklickt.

Um mit dieser Art der Werbung erfolgreich zu sein, sollten jedoch einige Dinge berücksichtigt werden. Wie sind Amazon PPC Kampagnen aufgebaut und wie funktionieren sie? Das erfahren Sie mit Fokus auf folgende Themen:

  • Kampagnenarten
  • Keywords vs. Suchbegriffe
  • Match Types
  • Negative Keywords
  • Kampagnenausrichtungen

Amazon PPC Kampagnenarten

Sponsored Products

Das wohl am meisten genutzte Anzeigenformat sind die Sponsored Products. Hier werden nur ausgewählte Produkte beworben. Sie können entweder vor den organischen Suchergebnissen, mitten drin oder danach erscheinen. Die Sponsored Products können aber auch auf einer Produktdetailseite angezeigt werden, unterhalb des jeweiligen Produktes, in einer separaten Zeile. Die endgültige Platzierung hängt jedoch von den jeweiligen Geboten ab.
Amazon Sponsored Products

Sponsored Brands

Bei den Sponsored-Brands-Kampagnen geht es, wie der Name schon vermuten lässt, um die Bewerbung der eigenen Marke. Sie werden noch über den organischen Suchergebnissen und den Sponsored-Products-Anzeigen ausgespielt, wodurch sie eine höhere Sichtbarkeit erreichen als die anderen Anzeigen. Hinzu kommen die anderen Platzierungsmöglichkeiten unterhalb von und links neben den Suchergebnissen. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass hier nur die manuelle und nicht die automatische Ausrichtung der Kampagne möglich ist – man muss also Keywords und Ähnliches selbst einpflegen (Stand: Juni 2020).

Sie können bis zu drei Produkte bewerben, die Sie vorher aussuchen müssen. Gleichzeitig wird ein Logo oder Produktbild mit dem Namen Ihrer Marke eingeblendet und Sie haben die Möglichkeit eine kurze Beschriftung hinzuzufügen. Per Klick auf das Bild gelangen Sie entweder auf den unternehmensspezifischen Amazon Store, wo Ihre komplette Marke vorgestellt wird, oder auf eine Produktlistenseite, wo spezielle, zur Suchanfrage passende Produkte angezeigt werden.
Spnsored Brands

Sponsored Display Ads

Die dritte Möglichkeit der Anzeigenformate sind die Sponsored Display Ads. Mit diesen Anzeigen lässt sich für ein bestimmtes Produkt werben – beim Klick auf die Werbung wird man also zur Produktdetailseite geleitet. Die Werbebanner werden unterhalb der Buy-Box eingeblendet, unter den Produktdetails, ganz unten auf der Suchergebnisseite und auf den Kundenbewertungsseiten. Das Interessante an diesen Anzeigen ist jedoch, dass sie nicht nur auf Amazon, sondern auch auf anderen Seiten von verschiedenen Drittanbietern und Geräten ausgespielt werden.

Keywords vs. Suchbegriffe

Bei diesen beiden Begriffen gibt es einen Unterschied, den viele gar nicht kennen, der aber bei der Erstellung einer Kampagne berücksichtigt werden sollte. Wenn ein potenzieller Kunde nach einem bestimmten Produkt sucht, dann gibt er dabei einen Suchbegriff in das Suchfeld von Amazon ein. Ein Keyword dagegen ist jedoch der Begriff, für den Ihre Werbeanzeige ausgespielt wird. Das kann alles sein – zum Beispiel: Schlüsselanhänger, Handyhüllen oder Handschuhe. Wie genau Sie mit Keywords umgehen und welche Möglichkeiten Sie haben, für bestimmte Suchanfragen ausgespielt zu werden, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Match Types

Bei Amazon PPC Kampagnen kann in drei verschiedene Keyword-Optionen – sogenannte Match-Types – unterschieden werden:

  • Exakt – Match Type
  • Phrase – Match Type
  • Breit – Match Type

Exakt – Match Type

Beim „Exakt“ Keyword Match Type wird die Anzeige nur ausgestrahlt, wenn der Suchbegriff genau dem hinterlegten Keyword entspricht. Das heißt, wenn bei einer Anzeige das Exakt-Keyword „Auto“ hinterlegt wurde, wird diese nur angezeigt, wenn der Suchbegriff auch „Auto“ lautet, jedoch nicht bei „rotes Auto“.
Diese Art des Match Types ist sehr aufwändig, hilft aber dabei Anzeigen präziser auszuspielen.

Phrase – Match Type

Mit dem Match Type „Phrase“ wiederum ist es etwas anders. Die Anzeige wird ausgestrahlt, wenn ein User nach „Auto“, aber auch nach „rotes Auto“, „Auto rot“ oder eine beliebige Reihenfolge verschiedener Wörter sucht, solange das Wort „Auto“ darin vorkommt. Das beinhaltet auch den Plural des jeweiligen Keywords. Es können also verschiedene Suchbegriffe ein und die gleiche Anzeige ausspielen.

Breit – Match Type

Der Match Type „Breit“ wird im Gegenteil zu den anderen zwei dann benutzt, wenn Sie bei möglichst vielen Suchbegriffen angezeigt werden wollen. Dadurch verliert die Anzeige jedoch gegebenenfalls an Relevanz für den User. Wenn der Match Type auf „Breit“ gesetzt wurde, wird beim Keyword „Auto“ die Anzeige auch bei verwandten Suchbegriffen ausgespielt, wie „Autoheber“ oder eventuell sogar bei „Fahrrad“, da es zur Kategorie der Fahrzeuge gehört.
Daher sollten Sie beim Anlegen einer Amazon PPC Kampagne darauf achtet, mit welcher Match Type Strategie Sie die jeweils passendsten Resultate erhalten.

Negative Keywords

Als Händler wollen Sie verständlicherweise, dass bei möglichst vielen potenziellen Kunden die passende Anzeige ausgespielt wird. Daher ist eine sorgfältige Keyword-Analyse für den Erfolg sehr wichtig. Genauso wichtig ist es dabei Keywords zu finden, bei denen Ihre Produkte nicht ausgespielt werden sollen – sogenannte negative Keywords.

Bei hochpreisigen Produkten wollen Sie zum Beispiel eher vermeiden, dass in der Suchanfrage Wörter wie „billig“ oder „günstig“ vorkommen. Kunden, die danach suchen und auf Ihr Produkt klicken, würden sehr wahrscheinlich wieder abspringen und sie würden trotzdem für den Klick bezahlen. Daher sind auszuschließende Keywords ebenfalls sehr wichtig für eine erfolgreiche Kampagne.

Kampagnenausrichtungen

Bei Amazon Advertising können Sie, nachdem Sie sich zwischen Sponsored Brands, Sponsored Products oder Sponsored Display Ads entschieden haben, zwischen zwei verschiedenen Kampagnenausrichtungen wählen:

  • Die automatische oder
  • manuelle Kampagne.

Hierbei gibt es wieder einige Unterschiede zu beachten:

Automatische Kampagne

Bei dieser Art von Kampagnenausrichtung bedarf es keiner spezifischen Keyword-Analyse oder bestimmter Keyword Match Types. Amazon Advertising filtert selbstständig Keywords aus dem Titel, den Bullet-Points und den allgemeinen Schlüsselwörtern des jeweiligen Produkts.

Gleichzeitig werden auch von Amazon die Gebote für die einzelnen Keywords bestimmt. Das alles verringert den Aufwand enorm, da Sie zum Beispiel keine aufwändige Keyword-Recherche betreiben müssen. Jedoch ist zu beachten, dass Sie nicht genau bestimmen können, welches Keyword Ihnen wichtig ist und welches nicht. Es kann also sein, dass auf irrelevante Keywords geboten wird. Die einzige Möglichkeit ist negative Keywords zu bestimmen, auf die nicht geboten werden soll.

Manuelle Kampagne

Durch eine manuelle Kampagnenausrichtung lässt sich genau steuern, auf welche Keywords Sie bieten möchten. Dabei lassen sich auch bestimmte Match Types anwenden. Gleichzeitig kann man, wie bereits in der automatischen Kampagnenausrichtung, auch negative Keywords vergeben, bei denen Sie das jeweilige Produkt nicht beworben haben wollen. Ein weiterer wichtiger Vorteil dieser Art der Ausrichtung ist, dass Sie keywordspezifische Gebote abgeben können und damit genau bestimmen können, wieviel Geld Sie für ein Gebot pro Keyword ausgeben wollen.

Ein weiterer interessanter Fakt zur manuellen Ausrichtung ist, dass Sie nicht nur auf Keywords, sondern auch auf spezifische Produkte bieten können. Das bedeutet: Wenn ein Kunde nach einem bestimmten Produkt sucht, bei dem ein Konkurrenz-Produkt angezeigt wird, können Sie in diesem Moment Werbung schalten. Dadurch können Sie sich also mit einer Anzeige effektiv vor das Konkurrenzprodukt schieben und sozusagen Kunden abwerben.

Der einzige wirkliche Nachteil der manuellen Kampagnenausrichtung ist, dass es mit einem recht hohen Aufwand einhergeht. Jedes Keyword muss einzeln recherchiert und eingetragen werden.

Amazon PPC-Kampagnenstrategien

Doch welche Strategie verfolgt man am besten, um das Bestmögliche aus seinen Anzeigen zu bekommen? Es gibt viele verschiedene Strategien, eine erfolgreiche Amazon PPC-Kampagne zu kreieren. Am Anfang, wenn Sie eventuell noch gar keine interessanten und vor allem relevanten Keywords haben, sollten Sie eine automatische Kampagne aufsetzen. Diese sucht, wie bereits beschrieben, durch verschiedene Algorithmen Keywords heraus, die zum jeweiligen Produkt passen könnten. Für Produkte werden dann Anzeigen ausgespielt. Jedoch sollten Sie sich nicht nur auf die automatisch Ausgespielten verlassen. Denn dadurch können Anzeigen für eher unpassende Keywords geschaltet werden.

Daher sollten die Keywords, sobald diese Conversions kreieren – also zum Verkauf geführt haben – in eine manuelle Kampagne übertragen werden. Gleichzeitig sollten sie aus der Automatischen herausgenommen, also als negativ eingebucht werden. Natürlich sollten ebenfalls jene Keywords aus den Kampagnen genommen werden, die auf lange Sicht gesehen keine Verkäufe erzielen.

Durch diese Kampagnenstrategie können Sie genau verfolgen, welche Keywords wichtig für Sie sind. In der manuellen Kampagne haben Sie nun die Möglichkeit, für jedes ein individuelles Gebot zu setzen. Daher können hier die Einstellungen viel individueller vorgenommen werden, als es bei der Automatischen der Fall ist.

Diese Art der Kampagnenstrategie ist also keine einmalige Sache. Sie benötigt eine ständige Überwachung und Pflege, um möglichst effizient zu sein.

Fazit

Wie Sie sehen, müssen viele Faktoren richtig zusammenspielen, um einen erfolgreichen Werbeauftritt bei Amazon zu kreieren. Eine detaillierte Keyword-Recherche kann Ihr Produkt vor die richtige Zielgruppe bringen und es zu einem Verkaufsschlager machen. Denken Sie dabei auch Outside-the-Box, um Keywords zu finden, die Ihr Konkurrent eventuell vergessen hat.

Haben Sie schon über Amazon PPC nachgedacht und sind bereit den ersten Schritt zu machen? Das DIXENO-Team steht Ihnen dabei helfend zur Seite, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Sie möchten Ihre Produkte bei Amazon auch ohne Anzeigen nach vorne bringen? Lesen Sie jetzt wie Sie Ihre Produkte mit Amazon SEO optimieren.

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